Schloss-Gedanken

Gedanken zu "Musik liegt in der Luft!"

Warum ausgerechnet diese Überschrift????? Ganz einfach: Schloss Zinneberg hat dieses Thema als Leitbild-Jahresthema für sich gewählt. Die acht  Punkte des Leitbildes  sollen die Musik des Alltags sein! So einfach! Und dazu ab sofort monatlich Gedanken von Kolleginnen und Kollegen!

Die 8 Punkte des Leitbildes, die die Musik im Alltag klingen lassen sollen, lauten:

1. Vertrauen in ein Gottesbild, das Gott als Freund des Lebens sieht

2. Erfahrbarmachen der Liebe des Guten Hirten durch unsere gemeinsame fachliche  Arbeit als Dienstgemeinschaft

3. Ganzheitlicher Einsatz für Menschen

4. Jeder Mitarbeiter/jede Mitarbeiterin ist VerantwortungsträgerIn

5. Unser Handeln orientiert sich an Zeit und Situation

6. Wir achten auf Strukture, die Orientierung geben

7. Unsere Zusammenarbeit soll von Wertschätzung/Dankbarkeit, Vertrauen, Freundlichkeit und Barmherzigkeit geprägt sein

8. Die Ordensgründerin Maria Eufrasia Pelletier (1796 - 1868), auf die diese Grundsätze zurück gehen, ist Vorbild für unser Handeln.

Im April "musiziert" zum Thema unser Kollege Christian Seeberger, Jugendsozialarbeiter an Schulen.

Im Gespräch mit einem Schüler vor ein paar Tagen sagte er mir, dass er sich für eine Ausbildung als Beikoch interessiere. Zu meiner Überraschung kannte er sogar den dazugehörigen Paragrafen im Gesetzestext. Sicher ist sicher - und natürlich nach dem Gespräch - musste ich dann doch mal nachsehen. Und tatsächlich: seine Angabe stimmte und führte mich weiter. Es handelt sich um eine Ausbildung für "Personen im Sinne des § 2 SGB IX", also für Menschen, deren körperliche, geistige oder seelische Situation länger als ein halbes Jahr von dem Zustand abweicht, der normalerweise für das Lebensalter typisch ist. Hinzu kommt, dass die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben dadurch beeinträchtigt ist. Danach sei ein Mensch "behindert".

Dieser Text brachte mich ins Nachdenken. Wie schnell ist jemand "behindert", der abweicht, der in den Bereich der Varianz - zu weit vom Durchschnitt weg - fällt? Welches Ideal setzt man an? Und wer erfüllt es? Wir versuchen eine "Anhebung" zum Ganzen, zur Mehrheit hin - warum nicht ein Näherkommen an die "anderen Normalitäten"?

Diese Begegnung mit dem Schüler und seiner Äußerung hat nachgehallt, wie Musik das tun kann - unser Zinneberger Jahresthema. Wie Äußerungen von Menschen, die vielleicht von einer anderen Wahrnehmung, von neuen Gedanken, vielleicht Freude singen und daher irgendwie im Ohr bleiben. Ob sie nun Paragrafen entsprechen oder nicht.

Vielleicht ein Anreiz zu sehen, dass die Welt noch mehr Klangfarben hat und "im Ganzen" ein Orchester wird - je mehr Töne dazu kommen.

 

 

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