Schloss-Gedanken

Und auch 2019 wieder "Schloss-Gedanken" zu Zitaten von Maria Eufrasia Pelletier (1796 - 1868). Das Jubiläum geht  2019 weiter mit dem Thema: "Lebendige Sendung"! Gemeint ist damit, den Auftrag Maria Eufrasia Pelletiers (1796 - 1868) im Hier und Jetzt lebendig zu halten, seine Aktualtiät in der Gegenwart zu überprüfen.

Die mittlerweile traditionellen "Schloss-Gedanken" greifen Zitate Maria Eufrasias auf und versuchen Sie, aus dem Alltag 2019 heraus zu "buchstabieren".

Für den Monat Oktober hat sich unsere Kollegin, Melanie Beneken, Pädagogische Mitarbeiterin in einer unserer Wohngruppen und MAV-Vorsitzende, gemacht zu folgendem Ausspruch:


„Eine Küchenschwester, die etwas von ihrem Beruf versteht, eine Bäckerin, die gutes Brot bäckt, eine kluge und liebevolle Gärtnerin – das sind wahre Schätze für unsere Häuser.“

Als ich diesen Spruch zum 1. Mal gelesen habe, musste ich irgendwie an Zahnräder denken. Ja genau, Sie wissen schon, die runden Teilchen aus Metall, die am Rand mit Zacken versehen sind und mit anderen, ganz unterschiedlich großen Zahnrädern etwas Großes bewirken: eine gigantische Maschinerie in Bewegung setzen.

Man mag sich nun natürlich zu Recht fragen, was Zahnräder mit Zinneberg gemeinsam haben, wo die vielen kleinen und großen Zahnräder hier zu finden sind. Sind es die Dienstautos, mit denen die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen zum Arzt gefahren werden? Sind es die Gerätschaften, die auf dem Gelände und in den Gebäuden stehen und das Arbeiten erleichtern? Oder sind es gar die Gebäude, in denen fleißige Mitarbeiter ihre Arbeit verrichten?

Nein, es sind weder die Dienstautos noch die Gerätschaften und auch nicht die Gebäude. Also wo bitte sind denn nun die Zahnräder? Ich möchte es aufklären: Wir Mitarbeiter sind es, die die Maschinerie namens Zinneberg in Bewegung halten. Und nein, wir sind jetzt kein Perpetuum mobile, wir sind schließlich keine Maschinen im eigentlichen Sinne, sondern Menschen mit einer gemeinsamen Vision und um diese Vision lebendig zu halten, arbeiten wir bereichsübergreifend zusammen, unterstützen uns gegenseitig und ja, in gewisser Weise sind wir auch aufeinander angewiesen – wie ein Zahnrad die Anderen benötigt, um seine Aufgabe vollbringen zu können.

Ich möchte nicht leugnen, dass alle Zahnräder immer rund laufen, einige Zahnräder schwächeln gelegentlich und es kommt auch vor, dass Zahnräder aus der Maschinerie herausfallen und nicht sofort durch passende Zahnräder ersetzt werden können: dann tragen wir Verbliebenen uns gegenseitig, übernehmen Aufgaben an anderen Stellen oder ja, wir laufen auch mal im Energiesparmodus.

Trotz aller Widrigkeiten, trotz aller Hindernisse bleibt Zinneberg einfach nicht stehen, die Maschinerie fängt sich daher auch keinen Rost ein. Dank der vielen flexiblen Zahnräder bleibt Zinneberg eine „Maschinerie on Air“, ein lebendiger Ort und ist weit davon entfernt, wie Altmetall eingeschmolzen zu werden.

Sie mögen sich jetzt fragen, warum das so ist: Nun, wir Zinneberger Zahnräder verstehen uns als eine Dienstgemeinschaft, wo jedes noch so kleine Zahnrädchen wichtig ist. Dieses Verständnis spiegelt sich im Alltag auch wider: unabhängig der Position oder Aufgabe erhält jedes Zahnrad die gleiche Wertschätzung, denselben Respekt. Unabhängig unserer jeweiligen Position und Aufgabe werden wir als das gesehen, was wir sind: Individuen mit unseren Ressourcen, Stärken und Fähigkeiten und ja, auch mit den nicht immer ganz so perfekten Zacken.

„Haltet in Euren Herzen immer die Liebe zu Euren Schwestern lebendig“ (damit sind auch alle Kolleginnen und Kollegen gemeint)












 

  •  

     

     

     

     

     


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 



 


 

 

 

 

 


 

 

 


 

 


 

 


Schloss-Gedanken

"Leben in Fülle"

Was bedeutet das?
mehr...


Ihre Unterstützung

Anteil haben an einem großen Auftrag - So können Sie uns unterstützen
mehr...