Aktuelles Oktober 2012

"Herzlich willkommen!" - Besuch von Ewald Schurer und VertreterInnen der Agentur für Arbeit in Freising

Gastfreundschaft gehört zum selbstverständlichen Standard von Schloss Zinneberg. Jemanden herzlich willkommen heißen in der Gesinnung von Gastfreundschaft bedeutet nicht nur Bewirtung, sondern in erster Linie ist es die Haltung von sich gegenseitig zu informieren, sich zuzuhören, sich kennen zu lernen, die Wünsche, Sorgen, Erwartungen, Freuden des Gegenüber wahrzunehmen. Der Besuch von Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer sowie den Verantwortlichen der Agentur für Arbeit in Freising waren davon geprägt. Die neue Leitung, Frau Weber, der Bereichsleiter der Agentur, Herr Schmidt und der für uns neu zuständige REHA-Berater, Herr Steinberger machten an diesem Tag eine Art "Tournee" durch den Landkreis, um Einrichtungen mit Berufsbildungsmaßnahmen kennen zu lernen. Seit 1. Oktober ist die Freisinger Agentur für Schloss Zinneberg zuständig.

Wenn es in Presseartikeln gerne heißt "Es war ein sehr konstruktives Gespräch", was vielleicht eher wenig aussagekräftig erscheint - es war tatsächlich ein sehr konstruktives Fachgespräch zwischen Sr. Dr. Christophora Eckl, Einrichtungsleitung, Gunda Winkler, Lehrkraft unserer Berufsschule, Brigitte Högler, Fachdienst für die Ausbildung und unseren Gästen. Von Einrichtungsseite her war es möglich, den Gästen ein gutes, anschauliches Bild von der Notwendigkeit individueller Begleitung von jungen Menschen im Berufsbereich zu berichten. Möglichst passgenaue Hilfen in kleinen überschaubaren Arbeitsgruppen zu bieten, das ist das Erfolgsrezept des beruflichen Bereiches von Schloss Zinneberg. Die VertreterInnen der Agentur für Arbeit vermittelten ihrerseits überzeugend, dass ihnen der junge Mensch und seine Förderung zentral ein Anliegen ist - trotz Vorschriften, Gesetzte, struktureller Bedingungen. "Die Arbeitsagentur" bekam durch diesen Besuch wieder einmal "ein Gesicht" - gekennzeichnet von Fach- und Sachkenntnis und großem Enagement für die Belange von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Danke dafür und auf gute Zusammenarbeit!! Übrigens: auch wenn ein Wahljahr 2013 bevorsteht und natürlich auch der Wahlkampf schon begonnen hat mit seinen schillernden Facetten - Herr Schurer vermittelte uns ebenfalls, was es heißt, sich engagiert, kompetent und beherzt politisch einzusetzen. Auch dafür herzlichen Dank!!!!

Trotz statischer Aufstellung beim "Fotoshoting" - da war Interesse am Leben junger Menschen das A und O bei der Begegnung auf Schloss Zinneberg. Von rechts: Ewald Schurer/ MdB, Frau Weber/ Geschäftsführerin der Agentur/ Freising, Herr Schmidt/ Bereichsleiter/ Agentur, Herr Steinberger/ REHA-Berater

"Abtauchen - dem Leitbild auf den Grund gehen - Auftauchen!"

- Leitbildschulung 2012

Ende Oktober einfach mal so in den Atlantik abtauchen??? Ganz so schlimm war es nicht, auch wenn die obligatorische Fahrt zur Atlantikinsel Noirmoutier, der Geburtsinsel der Ordensgründerin, M. Eufrasia Pelletier, auch diesmal nicht fehlte. Eingetaucht wurde in das Leitbild der Schwestern vom Guten Hirten - symbolisch natürlich. Insgesamt nahmen an der Schulung im Mutterhaus der Schwestern vom Guten Hirten in Angers/ Frankreich 37 MitarbeiterInnen aus ganz Deutschland teil - von Wittlich, Münster, München und Zinneberg.

Ein Thema voller Meer und Abenteuer!

7 Leitgedanken sind es, auf denen die Ordensgründerin ihr weltweites Werk aufbaute: 1. Erfahrbar- und sichtbar Machen der Liebe des Guten Hirten und 2. Vertrauen in einen Gott, der ein Freund des Lebens ist. Diese beiden Punkte stellen die Unternehmensphilosophie dar. Auf ihnen bauen die "hard facts" auf, die seit dem 19 Jhd. heißen und gleichfalls auch noch 2012 Gültigkeit haben - 3. der/die Einzelne ist VerantwortungsträgerIn, 4. es braucht Strukturen in einem Haus, sie Orientierung geben; 5. unser Arbeit muss sich der Zeit und Situation anpassen; 6. unser Einsatz muss den Menschen ganzheitlich sehen und 7. es soll eine Atmosphäre in unserern Häusern sein, die Wertschätzung, Freundlichkeit, Barmherzigkeit und Vertrauen in den Mittelpunkt stellt.

Diese Leitgedanken wurden von einem Vorbereitungsteam inhaltlich vielfältig und bunt ausgestaltet mit viel Platz zum Austausch in Kleingruppen, zum persönlichen Hinterfragen, zum Kennenlernen von KollegInnen aus anderen Einrichtungen, mit viel Spaß und Kreativität! In so eine Fortbildung taucht man gerne ein, in so einer Arbeitsatmosphäre geht man Sachen gerne auf den Grund, bei so viel Anregungen taucht man auch gerne wieder auf, um die Ideen, die Erfahrungen in seine Arbeit - ja vielleicht sogar darüber hinaus einzubringen.

So eine Leitbildschulung ist eine umfangreiche Angelegenheit, eine kostspielige Angelegenheit - die aber eine lohnende Investition ist. Das Erfolgsrezept unserer Einrichtungen und so auch von Schloss Zinneberg ist das Lebendighalten einer Tradition, die sich Innovation auf die Fahne schreibt, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter "ins Boot holt". Es ist eine Art von Unternehmensführung, die auffordert zum Mitgestalten, die auf Verantwortung baut und die auf Weiterentwicklung ausgerichtet ist. Das ist die der "große Wurf", den die Ordensgründerin bereits im 19. Jhd. vorlegte. Deshalb ist sie für uns bis heute Vorbild und deshalb führen wir auch diese groß angelegte Weiterbildung alle zwei Jahre im Mutterhaus in Frankreich durch - um immer wieder die Möglichkeit zu geben zum Eintauchen, auf den Grund zu kommen und wieder aufzutauchen!!!! Schon ein wenig verrückt - aber gerade deshalb so einmalig lebendig!

 

Unser Leitbild ist informativ und kulinarisch - eben "es will leben, wie Gott in Frankreich!"

 

Unser Leitbild will Schritt für Schritt erfahren werden - warum nicht auch ein wenig verrückt beim Gang durch das Meer?! Zum Glück hatte jemand gerade den Stöpsel gezogen!

 

Unser Leitbild fordert Struktur, braucht aber immer "frischen Wind" und Auseinandersetzung - ob beim Schiffbau oder bei der Podiumsdiskussion

Unser Leitbild heißt Zukunft, dort wo es verstanden und gelebt wird!