Aktuelles November 2010

"Recht auf Bildung?! - Das ist doch Pflicht!" - Tag der Kinderrechte

Es mag vielleicht etwas komisch geklungen haben in den Ohren mancher unsrer Schülerinnen und Schüler, dass es das Recht von Kindern und Jugendlichen ist zu lernen, wo Schule doch oft nur als Pflicht empfunden wird. Klar, wo es Rechte gibt, da sind auch Pflichten!  Aber dahinter steckt eben das Recht auf Lernen und Ausbildung, das in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit ist.  Die  Grundsätze der UN-Kinderrechtskonvention waren Thema eines Stationenlaufes, an dem sich die Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Berufsschule erproben konnten, um ihr Wissen zum Thema Kinderrechte zu testen, manches neue zu erfahren, sich eine Meinung zu bilden. An unterschiedlichen Ständen konnten sich die Mädchen und Jungen mit der Thematik verschiedentlich auseinandersetzen. Diskussionen, Spielen, Rateübungen, Experimentieren, Selbstverteidigungsübungen, Erstellen einer Collage, Beruferaten und Pizza backen waren die Methoden, um den Schülerinnen und Schülern "rüber zu bringen", dass es darum geht diese Rechte als großen Wert, als Herausforderung und Aufgabe zu erkennen. Dieser Tag war eine Gemeinschaftsaktion von Kolleginnen und Kollegen aller Jugendhilfebereiche unter der Regie von Marita Tolsdorf, Psychologin in der Einrichtung.

"Pizza-Bäcker" bei der Diskussion, warum Bildung ein Recht ist!

"Abgefärbt!" - Bilderausstellung auf Schloss Zinneberg

Abgefärbt hat die Leidenschaft für das Malen auf Patricia Roßmeisl, der Enkelin des Organisators dieser herbstlichen Vernisage auf Schloss Zinneberg. Peter Roßmeisl hat vor Jahren für sich die Entspannung im Malen entdeckt und Enkelin Patricia eifert ihm mit Talent nach. Die ehemalige Orangerie auf Schloss Zinneberg gab den einmaligen Rahmen für die vielfältigen bunten, ausdrucksstarken  Kunstwerke von Peter Roßmeisl. Er veranstaltete diese Ausstellung, um Einblick zu geben in seine "Farb- und Phantasieschatzkiste". Kunst ist immer riskant, ja gefährlich, wie Sr. Christophora Eckl, in ihrer Begrüßung feststellte. "Der Künstler gibt immer etwas von sich preis und setzt es der Meinung und dem Urteil anderer aus." Peter Roßmeisl ging dieses Risiko ein und zeigte sich am Ende der zweitägigen Ausstellung hoch zufrieden über das Echo der über 200 Besucher und Besucherinnen, die seine und Patricias Bilder bewunderten. Abgefärbt hat diese Ausstellung auch insofern, als mit dem Verkauf einiger Bilder Peter Roßmeisls, er sowohl die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung als auch die neue anzuschaffende Orgel in Glonn unterstützt hat.

 

"Kunst ist riskant!"

"Echt krass!" - Leitbildschulung in Angers/Frankreich

Zugegeben es klingt tatsächlich "krass", eine Leitbildschulung unter diese Überschrift zu stellen. Aber dieser und ähnliche andere "Jugendwörter", wie "Supi", "LoL", "Stylisch" usw. standen jeweils als Motto über dem Tagesprogramm. Damit sollte eines veranschaulicht werden: jede Zeit hat ihren Stil. Es geht aber darum diesen in Verbindung zu setzen mit den Grundsätzen des Leitbildes der Schwestern vom Guten Hirten. Das ist das Faszinierende und die Herausforderung zugleich. Das Leitbild geht zurück auf Maria Eufrasia Pelltier, der Gründerin der weiltweiten Ordensgemeinschaft. Es ist zeitlos und kann mit jedem modernen Managementmodell standhalten. Die Grundsätze bilden die Basis für ein wertorientiertes Management, das Schloss Zinneberg mit Erfolg praktiziert. Wichtig ist jedoch, dass diese Grundsätze nicht im "Regal verstauben", sondern in den Alltag integriert sind und durch unterschiedliche Aktionen stets verlebendigt werden. Bisher drei Mal fand eine umfassende Leitbildschulung direkt an der "Quelle" statt, das heißt im Mutterhaus der Schwestern vom Guten Hirten in Angers/Frankreich. Auf den Spuren von Maria Eufrasia wurden 10 Tage die Leitbildgrundsätze mit allen 5 Sinnen erfahren. Insgesamt 35 Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland nahmen an der Weiterbildung teil. 11 TeilnehmerInnen machten sich von Zinneberg auf den Weg. Die Investition lohnt, denn die Auseinandersetzung mit der Tradition, das Ausbuchstabieren im "Hier und Jetzt", die eigene Reflektion der Arbeit und die das Erleben von Dienstgemeinschaft kann durch diese Aktion in besonderer Weise stattfinden. Profitieren tun letztlich die Kinder und Jugendlichen, die auf Kolleginnen und Kollegen zählen können, denen eine "Jobmentalität" fremd ist. "Ends cool!"

Ausgeflippt mit seriösem Hintergrund! Die Zinneberger TeilnehmerInnen!