Aktuelles Maerz 2011

 

"Passt scho! oder: ein Gruß aus Fernost!" - Kongregationsrätin besucht Schloss Zinneberg

Jede Firma, jeder Verein - überall wo Menschen zusammen leben, gibt es Strukturen. Das selbe gilt für eine Ordensgemeinschaft, erst recht wenn es sich um eine weltweite Gemeinschaft handelt. Die Schwestern vom Guten Hirten sind eine weltweit tätige Gemeinschaft (= Kongregation). Über 4000 Schwestern und nahezu 10000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in 73 Länder der Erde. So ein Unternehmen muss gut durchdacht und eben gut strukturiert sein. Die Leitung der Ordensgemeinschaft hat ihren Sitz in Rom. Alle sechs Jahre wird die Kongregationsleiterin und sechs Rätinnen aus unterschiedlichen Erdteilen gewählt, die zusammen ein Leitungsteam bilden. Für Deutschland ist Sr. Susan Chia aus Singapur zuständig. Vom 15 - 27. März 2011 besuchte sie Deutschland und war während dieser Zeit auch zu Gast auf Schloss Zinneberg. Sie nahm hier am 24. März teil am Festakt anlässlich des 20jährigen Bestehens der ökumenischen Glaubensgemeinschaft der "Freunde vom Guten Hirten", der dritten Gemeinschaftsform neben apostolisch tätigen und kontemplativen Schwestern vom Guten Hirten.

Am 25. März lernte sie dann die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung näher kennen.Am Nachmittag stand dann eine Podiumsdiskussion mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Programm. Einen langen Ausklang fanden diese beiden beeidruckenden Tage dann am Freitagabend im "Scanzoni" (Mensa). Überrascht waren alle, als Sr. Susan in dieser kurzen Zeit schon mit einem treffenden bayerischen Ausdruck aufwarten konnte. Man muss hier vorausschicken, dass Sr. Susan ausschließlich englisch spricht und alles simultan übersetzt wurde. "Passt scho!", konnte sie perfekt sagen. Bleibt uns auch nur zu sagen: Hat passt der Bsuach und unser gemeinsames Vorbereiten und Feiern!

 

Sr. Susan Chia aus Singapur und Sr. Daniela Kubiak, Provinzleiterin der Deutschen Provinz zu Gast beim Festakt der "Freunde vom Guten Hirten", der in Form einer Wanderung durch das Gelände von Zinneberg durchgeführt wurde

 

Für die Azubis und ihre Ausbilder eine willkommene Gelegenheit zu zeigen, was sie so alles "drauf haben!"

Die beiden "Zinneberg Guides" führten Sr. Susan durch die Einrichtung - gekonnt, wie alle fanden!

Feierliche Enthüllung des neuen Wegweisers, der Zinneberg den Weg nach Angers/Frankreich und Rom zeigt.

"Passt scho!"

 

 

„Mit vom Feinsten!“ – Was echte Volksmusik „drauf hat“! - Hilfe für Japan!

Zum 11. Mal fand es statt: das Zinneberger Frühjahrssingen. 350 Gäste gaben sich die Ehre zu dieser Veranstaltung, die mittlerweile zum „offenen Geheimtipp“ in der echten Volksmusikszene gehört und das über die Landkreisgrenze hinaus.

Dass echte Volksmusik im Gegensatz zu „Pseudo-Volksmusik“ zeitlos jung ist, das bewiesen die jungen Künstlerinnen und Künstler der Baumgartner Geignmusi und des Baumgartner Dreigsangs. Zusammen mit Klassikern der Volksmusikszene, den Tölzer Sängern und den Wetterstoa Musikanten aus Mittenwald und Garmisch Partenkirchen boten sie stilvolle, klare Musik - Spritzig, Schlitzohrig, Besinnlich, Meditativ. Diese Art von Musik ist nicht angewiesen auf Verstärker und High Tech. Ausschlaggebend ist allein das musikalische Können und die Begeisterung für eine Kultur, die sich den Sinn für Ästhetik und Ehrlichkeit bewahrt hat. Hinzu kamen Texte von Sr. Dr. Christophora Eckl aus Zinneberg, die diese auch selber vortrug. Unter dem Thema: „Kasperltheater“, zog sie verschiedene Register, die von sachlicher Information bis hin zu kabarettistischen Gedankengängen reichten; denn Kasperltheater „gibts gnua im Leben, mehr wia auf'n Jahrmarkt!“

Dieses 11. Zinneberger Frühjahrsinga hatte es besonders „drauf“. Die Mitwirkenden und MitarbeiterInnen von Schloss Zinneberg, die an der Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung ehrenamtlich mitwirkten, beschlossen den Erlös des Abends für eine Einrichtung der Schwestern vom Guten Hirten in Japan zu spenden. Die Schwestern vom Guten Hirten haben dort eine Niederlassung für Kinder und Jugendliche ca. 50 km vom Reaktor Fukushima entfernt. Der Tsunami hat die Ortschaft als auch das Haus der Schwestern völlig zerstört. 5000,-€ kamen zusammen! Wieder ein Grund mehr, warum das Zinneberger Frühjahrssingen mit zum Feinsten gehört!

 

"Sightseeing gefällig?!" - Ausbildung zum Zinneberg-Guide

Die beiden haben es geschafft! Unter der Leitung von Sabine Miedl und Marianne Höppner, Lehrkräfte an der Zinneberger Hauptschule fand von Januar bis Februar die Ausbildung zum Zinneberg Guide statt. Die Idee, die dahinter steckt: Jugendliche von Schloss Zinneberg sollen geschult werden, um für Gäste und Gruppen selbständig eine Hausführung durchführen zu können. Ausbildungshinhalte sind: Geschichte von Schloss Zinneberg, Geschichtliches zum Träger von Schloss Zinneberg, Aktuelle Angebote im Haus, Kennenlernen der verschiedenen Bereiche im Schloss, Umgang mit Gästen, Aufbau einer Hausführung. Es gehört einiges an Mut und Zuverlässigkeit dazu, aber auch die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, denn Zinneberg Guides sind Repräsentanten von Schloss Zinneberg. Daniel und Aishe haben es meisterlich geschafft. Bei einer Prüfung, d.h. einer Hausführung, die sie für eine "Probegruppe" von neuen und interessierten Zinneberger Mitarbeiterinnen durchführten, konnen sie ihr Wissen und ihr "Touristenmanagement" unter Beweis stellen. Eine Urkunde und ein Abzeichen bestätigen endgültig, dass sie Zinneberg Guides sind. Gratulation!!! Tolle Leistung!!!

Fremdenführer in Zinneberg gefällig? Zinneberg Guides, was sonst?!