Aktuelles Maerz 2009

 

"Leonardo treibt es wieder um!" - Lehrlinge unterwegs nach Salzburg

Zum dritten Mal machten sich zwei Lehrlinge in die Mozartstadt Salzburg auf. Dort absolvieren sie das EU-Praktikum "Leonardo". Brigitte Kindl und Matthias Krickhan, Lehrlinge auf Schloss Zinneberg in den Bereichen HTH und Beikoch, sind diesmal ausgewählt worden, diese Möglichkeit wahrzunehmen. Unter dem Motto "Leonardo trifft Mozart!" sollten die Auszubildenden neben Einblicke in die österreichische Küche, die Organisation eines Hauswesens, in eine Pflegeabteilung und in den Kindertages-stättenbereich vor allem auch Land und Leute kennen lernen. Das Praktikum dauert drei Wochen und wird im Ausbildungszentrum St. Josef in Salzburg durchgeführt. Träger dieses Hauses sind ebenfalls die Schwestern vom Guten Hirten. 

Leonardo

Prost auf die EU und Leonardo!! Die Lehrlinge Brigitte Kindl und Matthias Krickhan vor ihrer Abfahrt "in die EU". 


"Aufschwung nach Schloss Zinneberg" - ein berufliches Erlebnis!

Weitaus mehr Besucher als angemeldet schwangen sich am 5. März nach Schloss Zinneberg auf, um das berufliche Erlebnis mitzuerleben. Ziel der Veranstaltung war, der Öffentlichkeit aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten auf Schloss Zinneberg vorzustellen. Unter den Gästen waren Frau Christa Stewens, Staatsministerin a.D., Stellvertretender Landrat Brilmayer, Frau Theresia Härtter und Herr Helmut Rausch von der Arbeitsagentur München, Kreishandwerksmeister Schweiger, Regierungsschulrat Gisbert Brunner und viele andere aus der näheren und weiteren Umgebung - aber auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei ihren KollegInnen hinter die beruflichen Kulissen schauen wollten. Auch 19 SchülerInnen aus der Hauptschule Poing erkundeten an diesem Vormittag die beruflichen Möglichkeiten auf  Schloss Zinneberg (sie ließen sogar geduldig den offiziellen Teil im historischen Jagdsaal über sich ergehen). 

In ihrem Grußwort betonte Christa Stewens, dass Schloss Zinneberg sich dadurch auszeichnet, im Rahmen der unterschiedlichen Angebote, individuell auf die Bedürfnisse der Einzelnen einzugehen. Die Einrichtung setzt damit dem Leitspruch der Ordensgründerin "Ein Mensch ist mehr wert als die ganze Welt!" auch in beruflicher Hinsicht in die Realität um. Theresia Härtter, Arbeitsagentur München, betonte die gute Zusammenarbeit mit Schloss Zinneberg. "In Schloss Zinneberg haben wir einen verlässlichen Partner, bei dem wir als Arbeitsagentur ein gutes Gefühl haben bei der Genehmigung von Maßnahmen." Sr. Christophora Eckl, Leiterin der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung, betonte in ihrer Rede, dass sie nicht mit "der Arbeitsagentur", "der Regierung", "dem Ministerium" verhandle, sondern mit Menschen, die ihrem Auftrag "ein Gesicht" geben und denen es ein Anliegen ist, junge Menschen für das Leben zu befähigen. Den Angeboten auf Schloss Zinneberg "ein Gesicht" geben, ist das zentrale Anliegen der Ausbilder, Lehrkräfte und Fachkräfte in den verschiedenen vorberuflichen und beruflichen Angeboten und den Jugendlichen neben fachlichen Fähigkeiten vor allem eines mit auf den Weg zu geben: die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und Freude an der Arbeit, gemäß dem Zitat von Martin Luther King: "Wenn du als Straßenfeger arbeitest, dann fege die Straßen so, wie Michelangelo malte, wie Beethoven komponierte oder wie Shakespeare dichtete. Fege die Straßen so gut, dass die Heerscharen des Himmels und die Menschen innehalten und sagen: Hier lebt ein großer Straßenfeger, der sich auf seine Arbeit versteht!"

Nach einer Präsentation zum Thema "Berufliche Qualifikation hält fit!" und dem Bericht einer BVJ-Schülerin über ihre Erfahrungen, stellte Schulleiterin Rita König das Zinneberger Berufs-Fittness-Programm in seinen Elementen und Zielsetzungen vor. Und dann ging es auf zum "beruflichen Stationenlauf": In sieben Gruppen wurden die Gäste zu den einzelnen beruflichen Programmen geführt. Schloss Zinneberg bietet mittlerweile 6 berufliche Möglichkeiten an: verschiedene Berufsvorbereitungsjahre (Schwerpunkte: Bäckerei/Gartenbau/Hauswirtschaft sowie Pflege/Gastro - gefördert von der Agentur für Arbeit; sowie EDV/Verkauf mit vermehrtem Praxiseinsatz), das Jugendhilfeangebot FLLAPS (vorberufliche Förderung), das BQM, der Ausbildungsbereich (HTH und Beikoch) - n. s. auf unseren Homepage-Seiten unter Kinder- und Jugendhilfe.
Beeindruckend war die Fülle, die sich die KollegInnen zusammen mit SchülerInnen, Lehrlingen und PraktikantInnen einfallen ließen. Life wurde gekocht, serviert, Formblätter und Bewertungssysteme erklärt, am PC demonstriert, Blutdruck gemessen, gebacken, Silber poliert, Teambildung spielerisch erfahren, ein Stuhl produziert, referiert, das EU-Programm "Leonardo" vorgestellt.  Es lag ja die Betonung auf "Erlebnis" und deshalb sollten möglichst alle Sinne an diesem Vormittag angesprochen sein. So fehlten auch nicht die kulinarischen Erlebnisse. Die Gäste kamen in den Genuss von Herzhaft bis Süß, von Vornehm-Fein bis Bayerisch-Urig. Diese "kulinarische Fan-Meile" endete schließlich im Vestibül des Schlosses, wo.....es dann nochmal was zum Essen gab: Kartoffelsuppe gekocht in einem echten Lappland-Feuer-Topf. Natürlich kamen auch die Gespräche nicht zu kurz!!! Das sei betont, denn schließlich liefen ja auch die kulinarischen Erlebnisse an diesem Tag unter "Arbeits-Essen" und was passt besser zu einem beruflichen Erlebnis-Vormittag????!!!

 

Schulleiterin Rita König stellt die beruflichen Programm theoretisch dar, bevor das Ganze dann "life" wurde!

      

...und immer wieder gab es was zum Essen, doch trotz Kalorien: Berufliche Qualifikation hält fit!