Aktuelles Juli 2009

 

"Ein Sommernachtstraum!" - Hochadel trifft sich auf Schloss Zinneberg

"Wer ko, der ko!" lautet ein bayerisches Sprichwort. Das haben sich die Zinneberger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Herzen genommen beim Historien-Fest auf Schloss Zinneberg am 28.07.09, zu dem Kurfürstin Leopoldine lud, ehemals Zinneberger Schlossherrin. Wer sich alles die Ehre gab? - Hier ein Auszug aus dem Gästebuch:

   

Anwesend waren unter anderem: Herrschaftskutscher,  Barone und Freiherren..

  

..Prinzessinen, Pagen  und Prinzen

   

...Vertreter des verarmten und des (noch) vermögenden Adels

  

...Blumenfrauen und Burgfräulein, auch "aus dem Ausland"..

    

..Herzensbrecher und schöne Edelfrauen aus dem Landkreis..

  

...Fürstinnen und Landfrauen..

  

...nähere und entfernte Verwandte der Kurfürstin Leopoldine..

   

..Bierkutscher und Damen des Adels von Spanien und Umgebung..

  

...ganz vornehme und viele andere, denn...

   

..."Wer ko, der ko!"

 

"Die Knie abputzen, aufstehn....und dann weiter laufen!"

Mit diesem vielleicht auf das erste eigen anmutenden Zukunftswunsch, verabschiedete Sr. Christophora Eckl, Leiterin der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Jugendliche und junge Erwachsene bei der alljährlich stattfindenen Abschlussfeier, die in diesem Jahr am 23. Juli stattfand im Schlosspark von Zinneberg. Für die 20 Jugendlichen aus Wohngruppen, Tagesstätte, Schule, Ausbildung und vorberuflichen Förderprogramm heißt es in einen neuen Lebensabschnitt treten.  Eine Geschichte sollte den jungen Menschen veranschaulichen,was es heißt: nicht aufzugeben, auch wenn man einmal stürzt. Die Geschichte handelte von einem bekannten Langstreckenläufer, der bei den Olympischen Spielen in Helsinki 1952 eindeutig in Führung liegend, die Goldmedaille greifbar nah, stolperte, stürzte und von allen anderen überholt wurde. Der Mann erhob sich, putzte sich die Knie ab und lief weiter - erhobenen Hauptes, lächelnd und den Zuschauern zuwinkend. Er war der eigentliche Sieger dieses Wettkampfes, wie alle Zeitungen am Tag darauf berichteten. Die einzelnen Bereichsleitungen riefen "ihre" Jugendlichen anschließend auf, um ihnen zu gratulieren für alles, was sie in ihrer Zinneberger Zeit erreicht haben und um ihnen mit "persönlichem Geleit" alles Gute für die Zukunft zu wünschen. Eine Urkunde sollte dies bestätigen.

Am 24. Juli fand dann die Verabschiedung der Haupt- und Berufsschule statt. Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse sowie die Schülerinnen und Schüler der Berufsvorbereitungsjahre wurden im Historischen Jagdsaal von Schloss Zinneberg von Schulleiterin Rita König und den Klassenleitungen mit vielen Wünschen, vielen praktischen Hinweisen und vor allem mit ihren Zeugnissen "in die Zukunft" entlassen.

Jeder Sportler braucht gute Trainer im Hintergrund, die auf den Sieg hin arbeiten, aber auch ihren Schützlingen lernen, Niederlagen zu verkraften. In diesem Sinne: ein Danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unmittelbar mit den Jugendlichen im vergangenen Schul-/Jugendhilfejahr "trainierten", aber auch allen "die im Verborgenen" wirkten und auch dadurch mithalfen, dass die uns anvertrauten Menschen umsichtig begleitet werden konnten. Jeder Kollege und jede Kollegin von Schloss Zinneberg erlebte im Alltag sicher auch so manche "olympische Zinneberger Höhenflüge", aber auch in unserer Arbeit gilt zur rechten Zeit: "aufstehen, die Knie abwischen..und erhobenen Hauptes weiter laufen!"

Danke auch allen, die uns in diesem Jahr unterstützt haben - finanziell, ideell, durch ehrenamtliche Tätigkeiten!!!!

          

Geschafft und gut gemeistert! Gratulation an Max  mit Urkunde und Rose von Sr. Amica. Sabine und Lena freuen sich über ihren Erfolg als Azubis auf Schloss Zinneberg. Sabine Köcke absolvierte ihre dreijährige Ausbildung im Bereich Hauswirtschaft erfolgreich. Lena, im 2. Ausbildungsjahr, freut sich als "Lehrling des Jahres" ausgewählt worden zu sein.

Endlich: Schule aus! Was dannach kommen wird? Für viele unserer Schülerinnen und Schüler steht zum Glück der "Startschuss" ins Berufsleben bevor! Stellvertretender Schulleiter, Sepp Klinger, gratuliert Sabrina zum Abschluss.

 

"Fast bis nach Rom...!" - 1. Ebersberger Turmlauf

Fast bis nach Rom bzw. zumindest bis nach Tirol soll man vom Ebersberger Aussichtsturm laut Bürgermeister Brielmeyer blicken können. Normalerweise erklimmt man die 168 Stufen zum Aussichtspunkt gemächlich, hin und wieder verschnaufend. Beim 1. Ebersberger Turmlauf dagegen am 22. Juli ging es darum, die Höhe nahezu in "Atomgeschwindigkeit" zu erklimmen, nicht weil man schon wieder den nächsten Regenguss zu befürchten hatte (es war ausnahmsweise in diesem Sommer strahlender Sonnenschein!), sondern weil es um Schnelligkeit, Kondition und vor allem um Freude und Fairness ging bei diesem außergewöhnlichen sportlichen Ereignis. Veranstalter dieses "Höhenfluges" war die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Schloss Zinneberg, initiiert und organisiert vom Zinneberger Jugendsozialarbeiter, Kurt Altmann, der sich auch während des Laufes als talentierter Sportmoderator erwies.

Unter der Schirmherrschaft von Landrat Gottlieb Fauth und unter Anwesenheit von Bürgermeistern des Landkreises, Vertretern von Ämtern und Behörden und vielen interessierten Gästen, nahmen fünf Hauptschulen des Landkreises an diesem Turmlauf teil. Es gab eine Einzelwertung,  getrennt nach Jungen und Mädchen und dann konnten sich noch einzelne Schulteams in einem Staffellauf der Herausforderung stellen, um einen Wanderpokal zu erringen, der von der Kreissparkasse Ebersberg gestiftet wurde zusammen mit einem Preisgeld von 200,-€. Die Grafinger Hauptschule erwies sich hierbei als absoluter "Überflieger"! Herzlichen Glückwunsch. Romina Turtschan konnte für Zinneberg in der "Damenwertung" den dritten Platz erringen. Auch ihr herzlichen Glückwunsch, aber auch allen anderen Jungen und Mädchen zu diesem tollen, fairen Wettstreit.

Der 1. Ebersberger Turmlauf war zugleich Start für die Wiedereröffnung des Turmes nach wochenlanger Sanierung. Schloss Zinneberg bedankt sich herzlich bei den Sponsoren dieses Wettkampfes: der Kreissparkasse Ebersberg, dem Fitness-Studio "Twins" in Glonn (deren Powerriegel u.a. sich tolles völlig "legales Dopingmittel" erwiesen) und Herrn Werner von Flemings Hotel München/Schwabing, der sich spontan bereit erklärte, diesen Lauf mit kulinarischen Köstlichkeiten zu verfeinern. Nächstes Jahr gibt es dann vorraussichtlich Käckebrot und Mineralwasser und auf alle Fälle wieder den 2. Ebersberger Turmlauf!!!

    

So hoch ist er!!! Und dann nichts wie ab! Jugendsozialarbeiter Kurt Altmann mit seinen Zinneberger Mann-/Frauschaftskollegen vor dem Start zur Staffel!

   

 

OPEN AIR?! - "Mei, es muaß ja net unbedingt sei bei uns in Zinneberg!"

Zwei Veranstaltungen sollten unter freiem Zinneberger Himmel stattfinden. So war es geplant für das Konzert, das Liedermacher Michael Fitz am 17. Juli und die Festliche Schloss-Serenade "Mit Pauken, Orgel und Trompeten!". Aber wie (fast) immer diesen Sommer: aus dem "freien Himmel" regnete es. Doch was macht das schon aus, wenn die Musik hervorragend ist, es ein unvergleichliches Ambiente von Schloss Zinneberg gibt und eine Mann/Frauschaft im Hintergrund steht, die mit jeder Situation und somit auch mit jedem Wetter zurecht kommt.

Michael Fitz präsentierte mit seinem neuen Programm "Nackert" am 17. Juli alles andere als eine "bloße Angelegenheit". Ehrliche, authentische Lieder gab er mit sage und schreibe 6 Gitarren ("jede klingt anders und jede hat ihre Geschichte" muss man wissen) in der ehemaligen Orangerie des Schlosses zum Besten und begeisterte seine Publikum, das auch noch nach 23 Uhr lebhaft Zugaben forderten. Das Konzert gab Fitz zugunsten der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung. Es war eine besonders schöne Atmosphäre in der Orangerie, die die über 100 Gäste zu schätzen wussten. Wer kann schon in einem ehemaligen Glashaus tolle Musik genießen. Zu den Rhythmen und Klängen kam zudem noch Farbe ins Spiel im wahrsten Sinne des Wortes: Karin Fitz, Ehefrau des Künstlers, stellte zum ersten Mal einige ihrer Kunstwerke aus - ebenso ehrliche, authentische "nackerte" Bilder, wie viele der Bewunderer fanden. Zwei Künstler, die sich wie es scheint im Leben und in der Kunst bestens ergänzen! Danke für diesen wunderschönen Abend!

Michael Fitz - Ob Open air oder unter Dach: einfach gut!

       

Ein buntes Konzert, auch Dank der Gemälde von Karin Fitz

Am 18. Juli dann wurde dann nicht bloß kräftig auf die Pauke gehauen, sondern harmonisch verschafften sich die Paukenschläge von Sepp Biesenberger Raum um die Trompetenklänge von Waldtraud Kraxner und Wolfgang Koch sowie dem Orgelspiel von Thomas Pfeiffer. Als Ort für dieses Konzert wurde die Zinneberger Klosterkirche als festlicher Rahmen gewählt für diese besondere Schloss-Serenade. Walter Hermann, Licht- und Toningeneur aus Glonn, tauchte den Altarraum je nach Melodie  in passendes Licht, so dass man (fast) vergaß, dass alles eigentlich Open air sein sollte. Dieses Konzert wurde von Thomas Pfeiffer im Rahmen einer Reihe von Konzerten auf Zinneberg zugunsten einer neuen Orgel für die Klosterkirche veranstaltet. Herzlichen Dank allen Beteiligten!

Mit Pauken und Trompeten...und der künftigen neuen Orgel auf Schloss Zinneberg - Festliche Schloss-Serenade!

Und jetzt zu der Mann/Frauschaft im Hintergrund - KünstlerInnen ihrer Art! Schloss Zinneberg ist sich bewusst, dass viele der Veranstaltungen nicht stattfinden könnten, wenn es nicht Männer und Frauen gäbe, die ihre Ideen und ihre Kraft einbringen, um Abende wie diese zum Erfolg  werden zu lassen. Herzlichen Dank unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Gunda Winkler, Bernhard Hinterseher, Ursula Mayer, Renate, Beck, Sepp Würz, Leni Baumgartner, Richard Staudinger, unseren Auszubildenden, diesmal vertreten durch Christoph Wallat und Matthias Krickhahn sowie unserem Förderverein "Kinder- und Jugendhilfe Schloss Zinneberg", die da sind "mit Rat und Tat" - so ihr Motto.

 

"Regen? - Graf Arco nahm's gelassen!"

Eine Stunde Regen - was ist das bei diesen Wassermassen der vergangenen Wochen in unseren Regionen? Das Aufbauen der Stände, Tische und Bänke ging noch bei strahlendem Sonnenschein vor sich. Die "Blindenmusiker München", zum zweiten Mal beim Arco-Markt zu Gast, hatten sich gerade so richtig eingespielt, die "kulinarische Meile" wurde hoch frequentiert, die Blumentombola lief auf Hochtouren, die Kinderkrippe präsentierte sich dynamisch, der Marionettenstand öffnete seine Bühne, die Biertische füllten sich mehr und mehr....und leerten sich dann auch um so schneller, als es "mal eben zu regnen anfing". Anders gesagt: es goss wie aus Kübeln. Doch wer glaubte, dass alle Gäste fluchtartig das Weite suchten, hatte sich getäuscht. Improvisierkunst in Zinneberg ist keine Kunst und so war "in Null, Komma, Nix" die Schulaula und die Mensa für "das Volk" geöffnet...und Graf Arcos Gäste blieben. Eine Stunde dauerte das "nasse Zwischenspiel", gemixt mit einem einzigen Blitz und Donner, der es allerdings in sich hatte  und dann waren die Musikanten wieder dran. Das Fest konnte weitergehen!! Die neue Percussion Gruppe aus Zinneberg trommelte die letzten Wolken weg, die Bergangerer Goaßlschnalzer polierten noch den Himmel und als dann die Gruppe "Quietschfidel" aus München ihre Stücke zum Besten gab, da war wirklich nur mehr quietschfidele Stimmung im Schlosspark von Schloss Zinneberg. Dank der vielen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Frauen und Männer vom Förderverein und anderer Freunde des Hauses (die TortenbäckerInnen eingeschlossen!!!), konnte diese Veranstaltung nun schon zum 5. Mal stattfinden und nicht nur Graf Arco freute sich gräflich. In diesem Sinne wieder ein herzliches Danke an Frau Jutta Gräf vom Kulturbüro der Gemeinde Glonn, die wieder interessante "Standl" an Land gezogen hat. Ohne die "Standl" und vor allem ohne Frau Gräf wäre der Arco-Markt nicht vorstellbar.

      

"Quietschfidel" trotz zeitweiligem Regen! Die Musikgruppe des selben Namens sorgte für entsprechende Stimmung!