Aktuelles Dezember 2011

"Für Klein und Groß - so ist Weihnachten!"

Advent, das heißt auch Lieder singen, Lieder hören, Lieder klatschen und vielleicht auch noch tanzen, vor allem dann wenn es um ganz kleine Sänger geht! Das Kinderhaus St. Gabriel in München veranstaltete zusammen mit den Eltern am 16. Dezember einAdventssingen in der Klosterkirche von St. Gabriel in München/Solln. Sogar ein kleines Orchester gab es, bestehen aus  Eltern und BetreuerInnen. Alle hatten viel Freude und sangen so gut es eben ging mit - wie damals die Hirten auf dem Felde, die auch mehr oder weniger sangesmächtig waren. Natürlich durfte auch eine Weihnachtsgeschichte nicht fehlen. Sie erzählte von einem Stern. Ja, und dann nach dem Segen, mussten sich die kleinen und großen Sängerinnen und Sänger natürlich aufwärmen und erholen bei Tee und Plätzchen.

Plätzchenvielfalt im Stall zu Behlehem?! - Vielleicht - aber auf alle Fälle Vielfalt!

Ob das Kind im Stall auch Plätzchen geschenkt bekommen hat, mag dahin gestellt sein. Dennoch gehören Plätzchen zu Weihnachten - und das in möglichst vielen Variationen. Bei der Plätzchenausstellung  der Zinneberger Hauptschule am 20. Dezember konnte man eine ganze Fülle davon "besichtigen" - tatsächlich nur besichtigen, denn verspeist wurden sie dann erst zur gemeinsamen Weihnachtsfeier am 23. Dezember. Wirklich die aller-,allermeisten "erlebten" den 23. Dezember.

     

Bethlehem ist überall! 

Zu einem modernen Weihnachtsspiel,"Olivia auf dem Weg nach Bethlehem", einstudiert von Jugendlichen aus den Wohngruppen, waren alle Jugendlichen von Zinneberg und alle MitarbeiterInnen am 21. Dezember eingeladen. Obligatorisch wird in diesem Rahmen auch das Licht von Bethlehem verteilt. Damit wurde  eine gute Überleitung zum abendlichen vorweihnachtlichen Gottesdiesnt geschaffen. Thema "Bethlehem ist überall". Dieses Christkind möchte Frieden, Leben und Glück für jeden von uns. Misslungene Lebensstationen, zerbrochenen Hoffungen, Macken und Ecken haben bei IHM in der Krippe Platz. Und nicht nur das: ER hat uns seine Zusage gegeben, dass das Leben jedes Einzelnen  einmalig ist,  funkelnd, leuchtend - wertvoll wie ein Stern am Himmel, letztlich alles andere überstrahlend!

Gesegnete Weihnachten Ihnen allen und die Erfahrung für das kommende Jahr, dass jede und jeder bei IHM Platz hat, weil wir IHM so wertvoll sind!

 

"Die Klangfarben des Lebens!" - Die Zinneberger Orgel und das Leben!

Das Jahr 2011 stand unter dem Leitbild-Thema "Strukturen". Für Nicht-Insider: Jedes Jahr wird einer der 8 Grundsätze unseres Leitbildes intensiv unter den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet und in "das Leben, d.h. in den Arbeitsalltag" herein geholt. Wie konnte es deshalb anders sein, als auch diese Thematik bei der diesjährigen Weihnachtsfeier der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter "herein zu holen", sozusagen durch die Adventstüre zu schmuggeln. Die Zinneberger Orgel, die an Pfingsten dieses Jahres eingeweiht wurde, sollte etwas über ihre Strukturen "erzählen" - als Auftakt zur Weihnachtsfeier 2011. Thomas Pfeiffererklärte nicht nur einige Hintergründe des Orgelwerkes. Sr. Christophora Eckl versuchte von der technischen Struktur der Orgel, eine Brücke zu schlagen zum Leben. "Die technischen Details einer Orgel - sie können verglichen werden mit Bewerbungsunterlagen. Diese müssen in Frage und Antwort, im Berichten und Erklären im Rahmen eines Bewerbungsgesprächs Gestalt annehmen, erlebbar werden. So wie die Orgel erklärt werden kann, muss auch sie durch das Spiel zum Leben kommen. Genau wie das Leben: das Leben will gelebt sein mit allen Höhen und Tiefen, mit allen Registern, mit allen Rhythmen und...manchmal auch Schräglagen!" Ja, und dann lebte sie auf die Zinneberger Orgel durch das Spiel von Thomas Pfeiffer!

"Die Klangfarben des Lebens!"

Anschließend einige Impressionen von der Weihnachtsfeier 2011

      

"Nachwuchstalente!" - Zinneberger Azubis voll im Einsatz in Zinneberg und tags zuvor bei der Weihnachtsfeier in der Außenstelle St. Gabriel in München/ Solln. Ein tolles Buffet und toller Service, das sie boten!

      

"Eintrittskarte!" - Durch die Adventstüre und dann per "Orgelpfeife" zum Tischplatz!

      

"Kulinarische Waldweihnacht!" - Im Stall von Bethlehem dürfte es vermutlich ärmer zugegangen sein!

      

"Gold wert!" - Sr. Amica, Trägervertreterin von Zinneberg, überreichte zweimal die goldene Ehrennadel des Trägers: Gunda Winkler (Bild links), Lehrkraft an der Berufsschule und verantwortlich für den Bereich Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit, erhielt die Auszeichnung für 22jährige Tätigkeit auf Schloss Zinneberg. Hedie Rosie, ebenfalls Lehrkraft an der Zinneberger Schule und MAV-Vorsitzende, bekam die Ehrennadel für 20jährige Tätigkeit.

Herzlichen Glückwunsch!

       

"Angehende Sterneköche und Sterneschneiderinnen!" (Bild links) - Die TeilnahmerInnen an der Zinneberger Kocharena unter der Leitung von Bernhard Hinterseher spenden den Erlös des Kochkurses in Höhe von 250 Euro für einen Mikrokredit in Afrika. Unter der Leitung von Irene Riedl  absolvierten einge Kolleginnen einen Dirndlschneider-Kurs und präsentierten bei der Weihnachtsfeier ihre meisterliche Kollektion! 

      

"Urlaub!...oder ab in die Räuberhöhle!" - Der Nikolaus hat sein Kleid für dieses Jahr an den Nagel gehängt mit der Nachricht "Bin im Urlaub!". Andere verzogen nach der offiziellen Weihnachtsfeier wie jedes Jahr in die so genannte Räuberhöhle bis tief in die Nacht. Es muss schließlich Bräuche geben....bzw. "Es geht nix über a gscheite Struktur!"

 

"Advent heißt Ankommen und Heimat finden!" - Zinneberger Advent 2011

Adventstüre! Was aus einer alten Werktstatttüre alles werden kann???!!! 

      

Warten vor der Adventstüre jeden Montag und Freitag...und dann etwas Atem holen, ein paar Minuten "nix Weihnachtsstress"!

      

Zinneberger Adventsmarkt - Klein, aber fein! Ein Markt für Genießer...

      

...ein Markt für alle, die noch Freude am Echten haben...

      

....ein Markt für alle, die das Besondere mögen...

      

...ein Markt für Musikalische...

      

...ein Markt, der auf das Besondere des Advents aufmerksam machen möchte!

 

"Gute Hirten unter sich..." - Neue Außenstelle in München

Seit Mitte Oktober gehört zur Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Schloss Zinneberg eine neue Außenstelle: St. Gabriel in München/ Solln. Diese Einrichtung umfasst Haus Debora mit unterschiedlichen Wohnformen für Mutter und Kind, eineKinderkrippe und ein Kinderhaus. Träger dieser Einrichtung sind ebenfalls die Schwestern vom Guten Hirten.  Die Provinzleitung hat sich zu dieser Neustrukturierung entschlossen, um auf Zukunft für beide Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, ein gemeinsames Management zu schaffen. Die Organisation vor Ort bleibt wie sie ist. Jedes Haus hat auch sein eigenes Gepräge, seine Traditionen, seine fachlichen Schwerpunkte. Dennoch müssen Brücken gebaut werden zwischen beiden Einrichtungen. Die "Link-Persons" für dieses Abenteuer sind Einrichtungsleitung Sr. Dr. Christophora Eckl und Elke Pitzer als neue Bereichsleitung für die Außenstelle St. Gabriel. Näheres zu St. Gabriel erfahren Sie auf unserer Seite "Kinder- und Jugendhilfe/ Außenstelle St. Gabriel Solln". 

 

"Fit 4 Life" - 2. Symposium der Förderzentren in Oberbayern

Zum zweiten Mal fand dieses Symposium statt, veranstaltet von der Regierung von Oberbayern in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität/ München (LMU). Das Förderzentrum Schloss Zinneberg nahm an dieser Veranstaltung ebenfalls zum zweiten Mal teil, um seine Arbeit an Haupt- und Berufsschule vorzustellen und den Bezug zur Jugendhilfe.450 TeilnehmerInnen waren zu Gast bei diesem Symposium, das in der Aula der LMU am 23. September statt fand.

Das große Thema dieser Veranstaltung war "Inklusion"Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat noch einmal deutlich zum Ausdruck gebracht und die Mitgliedsstasten dazu verpflichtet, sich diesem Thema zu stellen. Inklusion geht davon aus, dass jeder Mensch das Recht hat auf selbstbestimmt Teilhabe in der Gesellschaft und wir alle, von einander lernen und profiieren können, wissend dass jeder und jede ihre Grenzen hat. Es geht also, um es auf den Punkt zu bringen, um das Hereinholen, nicht um das Separieren, nicht um das Anpassen und Gleichmachen. Dass das in der praktischen Konsequenz enorme Auswirkungen gerade auf das Soziale System und insbesondere auf das Bildungssystem hat, ist klar. Die Gefahr an dieser sicher wichtigen Diskussion und ihre möglichen praktischen Konsequenzen ist aber auch, dass das berühmte Kind mit dem Bad ausgeschüttet wird - denn jeder Mensch hat Grenzen, "Behinderungen", wenn man es so sagen möchte und jeder und jede muss auch das Recht haben, eine notwendige spezielle Förderung zu erhalten bei Bedarf.

Die Förderzentren in Bayern machen auf diese Tatsache immer wieder aufmerksam. Es wäre ein verkehrter Inklusionsgedankedurch bloße "Gleichmacherei", das Kindern und Jugendlichen vorzuenthalten, was unabdingbar ist für ihre positive Entwicklung und der Möglichkeit zur Teilhabe an der Gesellschaft: die individuelle Förderung mit geeigneten Methoden und in einem geeigneten, professionell auf die Bedürfnisse des Kindes/Jugendlichen abgestimmten Umfeld.

Im Rahmen von verschiedenen Workshops wollten diese die verschiedenen Mitwirkenden aus ganz Oberbayern demonstrieren. Schulleiterin Rita König präsentierte zusammen mit der Lehrkraft Marlene Lippmann, wie eine gelungene Verknüpfung zwischen Förderberufsschule und Beruflichen Bereich es schafft, Jugendliche nachhaltig "Fit 4 Life" zu machen. Zusammen mit der Verantwortlichen für das vorberufliche Förderprogramm "FLLAPS" (s. Jugendhilfe-Seite), Brigitte Högler, lieferten sie eine lebendige Vorstellung, was scheinbar lustlose, unmotivierte, grenzgängerische Jugendliche aus sich heraus holen können, um in der Arbeitswelt Fuß fassen zu können. Ein Hereinholen in das "normale" Schul- und Berufssystem wäre hier das Sprungbrett zur "Exklusion", also das pure Gegenteil zum Gedanken der Inklusion.

Die Programme der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Schloss Zinneberg bauen auf diesen Inklusionsgedanken auf. Die Prinzipien -Orientierung an der Würde des Menschen und seinen Ressourcen, Lebensweltorientierung und Nachhaltigkeit sind dabei leitend. "Fit 4 Life" das ist es, was wir durch unser alltägliches Handeln mitgeben möchten!!!! Inklusion pur!

"Ein neues Heft aufschlagen!"

Viele neue Schulhefte wurden und werden in diesen Tagen des Schulanfangs von den Schülerinnen und Schüler aufgeschlagen. Manche Hefte schlägt man lieber, andere weniger gern auf. Das ist im Schulalltag so, dass ist generell im Leben so, wenn man diesen Satz symbolisch sieht. Im Rahmen der Schuljahresanfangsmeditation stand dieses Thema im Mittelpunkt. "Um ein Heft aufzuschlagen, ist wichtig, dass ich das Heft nicht aus der Hand gebe!", meinte Schulleiterin Rita König in ihrer Ansprache an die Schülerinnen und Schüler des Zinneberger Förderzentrums und der Berufsschule. "Heft" geht von der Wortbedeutung auf das Wort "Macht" zurück. "Es steht in meiner Macht, aus diesem Schuljahr etwas Gutes zu machen!", so Rita König weiter.  Eine der Fürbitten brachte es auf den Punkt: "Noch ist das neu aufgeschlagene Heft für dieses Schuljahr und dieses Ausbildungsjahr völlig leer und unbeschrieben. Herr, gib uns Mut und Kraft des aufzuschlagen und die Herausforderungen anzunehmen es zu gestalten."

Der Auftrag an die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 - 12 lautete schließlich, in diesem Schuljahr ein Klassenbuch als eine Art Erlebnisbuch zu gestalten. Die Klassleitungen nahmen die unbeschriebenen Hefte stellvertretend für ihre Klasse entgegen. Beim Abschlussgottesdienst im Juli 2012 soll es dann vorgelegt werden. Aber das ist ja noch sooooo lang. Na ja, das kommt schneller als man denkt! In diesem Sinne allen Zinnebergern Gottes Segen, das Heft in die Hand zu nehmen, aufzuschlagen und es in verschiedenen Farmen, mit verschiedenen Ideen, mit ganz unterschiedlichen Handlungen und Eindrücken zu beschriften!