Aktuelles April 2010

"Zinneberger Frühlingsgedanken!" - Frühling auf Schloss Zinneberg

Vorweg: Bei den "Zinneberger Frühlingsgedanken" dreht es sich um Gedankengut, das meist gleich konkret erfahrbar wird. So läutete das "Zinneberger Frühjahrssingen" noch zu Winterszeiten den Frühling ein (s.u.). Am 23. und 24 April hatten die Lehrkräfte der Hauptschule der Klassen 7/8 und 8/9Nina Binder, Petra Reimann, Nicole Freitag und  Marianne Höppner dann  Frühlingsgedanken, ungesetzt zu einem vorösterlichen Markt. Zusammen mit den Schülerinnen und Schüler wurden Kerzen, Filz-Eierwärmer ("vom Feinsten") Tischdekoration, Osternester, originelle Osterkarten, Osterlämmer und vieles mehr hergestellt und zum Verkauf angeboten. Vor dem Klosterladen fanden sich bei strahlendem Frühlings-Sonnenschein viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, die fleißig einkauften. Der Klosterladen hatte in diesen Stunden "richtig Konkurenz".

Frühlingshafte Konkurenz zum Klosterladens !

Dieser ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen (zum Glück!!!!), zum zweiten Mal den Zinneberger Frühlingsmarkt zu veranstalten. Dank des ehrenamtlichen Engagements von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde es wieder eine runde Sache (ein Osterei sozusagen!). Das Wetter spielte auch einigermaßen mit und so kamen sehr viele Besucher, die sich vor allem wieder an dem einmalig schönen Osterbrunnen und dem Osternest vor dem Klosterladen freuen konnten. Olga Reischl, hat beide Kunstwerke zusammen mit Susanne Weigl, Jutta Ametsbichler, Richard Staudinger und Brigitte Pfatrisch gestaltet. 45m Buxgirlande mussten allein für den Osterbrunnen gebunden werden, bevor es dann mit dem Schmücken losgehen konnten. Ursula Mayer,Kollegin im Fahrdienst auf Schloss Zinneberg entdeckt immer mehr ihre Liebe zur Holzarbeit und so konnte sie sowohl für Osterbrunnen, das Osternest als auch für den Verkauf im Klosterladen einen ganzen Stall an Holzhasen beisteuern. Besondere Attraktion bei diesem Frühlingsmarkt waren echte PalmeselSonja Schmidt, Mitarbeiterin der Ganztagesschule, kam und brachte neben Mann und Sohn ihre Esel mit. Diese durften auf der Zinneberger Schlossparkwiese gemächlich grasen und hin und wieder (wenn sie wollten) zogen sie eine kleine Kutsche mit begeisterten Kindern durch den Park. Das könnte fast zum Brauch werden! Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz, dank vieler Kuchenspenden, "Hirtenspeisung" in Form von Bratwürsten und die sensationellen Crepes des Zinneberger Fördervereins.

Wie auch im letzten Jahr ging die Fröhlichkeit des Palmsonntags über in die die Karwoche durch die Aufführung der Johannespassion - wieder gelesen von Zinneberger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, musikalisch umrahmt durch die Schola unter der Leitung von Rita König und diesmal noch zusätzlich im wahrsten Sinne untermalt - durch Bilder der Kunstmalerin Karin Fitz.

       

Zum Palmbuschen gehört der Palmesel und zu Ostern der Osterbrunnen und der Hase zum Osternest, auch wenn dieser im Gegensatz zum Esel aus Holz war.

Freilich, wer glaubt, dass damit die "Zinneberger Frühlingsgedanken" schon beendet waren irrt: Auch eine kleine Tradition ist es geworden, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Osterferien Dienst tun, sich in der Karwoche zu einem vorösterlichen Frühstück treffen - dank des guten Wetters vor dem herrlichen Ambiente des Zinneberger Klosterladens. Die liebenswürdigsten Gäste waren diesmal unsere Kinder aus der Kinderkrippe. Die Betreuerinnen packten kurz entschlossen die Kinderlein in den geliebten "Buff" (= Bus = 6-Sitzer-Kinderwagen) und kamen mit den Kleinen zum Frühstück. Durch ihre Teilnahme wurde gleich das Früstücken zur Nebensache für die Kolleginnen und Kollegen, denn "nett sans scho!". Und so soll es sein: An Ostern steht das Leben im Mittelpunkt und die Hoffnung. Und wer nicht besser  als Kinder bringen Hoffnung ins Leben!

In diesem Sinne allen Besuchern unserer Homepage ein gesegnetes, frohes Osterfest!

 

 

"Euere Häuser seien wie durchsichtiges Glas!"- Gedanken zur aktuellen Situation

Maria Eufrasia Pelletier prägte diesen Satz. Die Ordensgründern der Schwestern vom Guten Hirten wollte damit sagen, dass unser Handeln stets nach den Prinzipien Verantwortung, Stimmigkeit, Aufrichtigkeit und Transparenz geschehen soll - nach bestem Wissen und Gewissen. Die Schlagzeilen über Gewalt und Missbrauch gerade in Einrichtungen der Katholischen Kirche und von Ordensgemeinschaften machen tief betroffen, traurig und wütend. Jeder Fall für sich ist furchtbar. So schreibt Sr. Amica Ganslmeier, Trägervertretung von Schloss Zinneberg in einen Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur aktuellen Situation: "Die Echtheit und Vertrauenswürdigkeit von Ordensleuten wird mehr als fragwürdig. Wie häufig die Medien die Schuld aufgreifen, zeigt deutlich, welchen moralischen Anspruch die Gesellschaft nach wie vor an geistliche Personen und Pädagogen stellt, während ansonsten sexueller Missbrauch leiderhäufig viel zu wenig für Aufregung sorgt." Diese Vorfälle müssen Anlass sein, sich der eigenen Verantwortung noch stärker bewusst zu sein und pädagogisches Handeln und Sprechen einzig und allein nach dem MaßstabAchtung vor der Würde des Einzelnen auszurichten. Diese Vorfälle müssen aber auch Anlass sein über Konfessionen, Gruppierungen, Systeme...hinweg, sich mit Missbrauch und Gewalt generell in unserer Gesellschaft auseinander zu setzen, die Ursachen zu erforschen, Zusammenhänge zu erkennen und Maßnahmen zu entwickeln. In diesem Fall muss "ein Ruck durch die Gesellschaft" gehen - hin zu Menschenwürde und Mitmenschlichkeit. 

Diese schlimmen Verbrechen stehen für sich, isoliert, absolut indiskutabel und verabscheuungswürdig. Dennoch: keiner ist vor Fehlern gefeit, gefeit vor falschen Entscheidungen, Handlungen im Umgang mit anvertrauten Menschen, auch davor gefeit, dass Handeln im Hier und Jetzt vielleicht in der Zukunft anders bewertet wird. Es gehört zum Wesen der Pädagogik, Menschen zu begleiten, zu unterstützen, sie zu fördern, ihnen Mut zu machen ihren persönlichen Weg zu finden und verantwortungsbewusst zu gehen. Es geht um Brücken bauen für das Leben. Es ist eine verantwortungsvolle, alles andere als einfache Aufgabe, der wir uns stellen - wissend, dass wir immer wieder auch an unsere eigenen Grenzen stoßen und an Grenzen der uns Anvertrauten. Trotz aller Betroffenheit über die gegenwärtige Situation in Kirche und Gesellschaft: Jetzt gilt es erst recht die Liebe des Guten Hirten durch unser professionelles Handeln, durch unser Engagement dort hin zu tragen, wo sie gebraucht wird - zu Kindern und Jugendlichen, die auf dem Weg sind, diese Welt mitverantwortlich zu gestalten.

 

"Mit einer Idee fängt alles an!" - Neue Orgel auf Schloss Zinneberg

Vor gut zwei Jahren hatte Thomas Pfeiffer die Idee, durch Konzerte auf Schloss Zinneberg eine neue Orgel für die Klosterkirche "einzuspielen". Am Silvesterabend 2008 war es dann so weit: mit einem feierlichen Konzert zum Jahreswechsel nahm dieses Projekt seinen Anfang und setzte sich fort mit verschiedenen musikalischen Veranstaltungen unter der Leitung von Thomas Pfeiffer und einer Reihe namhafter Interpreten und Künstler. Die "Nacht der Chöre" 2009 war in diesem Rahmen sicherlich ein Höhepunkt. Am 25. April konnte nun im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes und unter Mitwirkung des Chores "Con Motto", die neue Johannus-Orgel zum ersten Mal ertönen, "erbrausen" ist der bessere Ausdruck, denn ihr Klang nahm das Brausen des Heiligen Geistes an Pfingsten ein klein wenig vorweg. Ein Dank dem Initiator, allen Künstlern und Künstlerinnen, die sich in den letzten Jahren für dieses Projekt engagierten.

 

"Unheilig und gerade deshalb heilig?!" - Maria Eufrasia - Fest

Die Musikgruppe "Unheilig", umrahmte mit einem Stück (aus der "Konserve", sprich CD-Player) die Meditation in der Zinneberger Klosterkirche zum Thema "Ein Mensch ist mehr wert als die ganze Welt!" Jugendliche interviewten einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was dieser Satz für sie bedeutet. Dass die Heilige Maria Eurfrasia, die Ordensgründerin der Schwestern vom Guten Hirten, trotz ihrer Heiligsprechung doch eigentlich eher "unheilig" war (ohne besagter Musikgruppe anzugehören), konnten die Jugendlichen vorab bei einem Eufrasia-Quiz feststellen. Die einzelnen Schulklassen sowie die Ausbildungsgruppe bildeten jeweils ein Team. Zusammen mit den Lehrkräften und Ausbildern ging es dann darum, Fragen "querbeet" über das Leben der Ordensgründerin zu beantworten. So ohne weiteres ging das jedoch nicht: es musste nachgelesen, im Gelände erkundet werden, es mussten Personen befragt werden, um das Quiz zu bearbeiten. "Was war mit Eufrasia, als sie als Kind einmal nicht zur Schule ging?" Überlegung eines Schülers zu dieser Frage: "Na ja, sie wird krank gewesen sein!" War sie eben nicht. Sie zog es vor, mit Freundinnen über die Insel Noirmoutier, wo sie lebte.....und wurde schließlich auf Anweisung der Mutter mit der Polizei zur Schule gebracht. Eher doch "unheilig", aber dafür um so sympathischer, gerade für unsere Jugendlichen! Als Abschluss dieser Aktion versorgte die Küche alle TeilnehmerInnen und alle MitarbeiterInnen mit Würstel vom Grill und Torte, u.a. auch Erdbeertorte, weil auch zu Thema "Erdbeeren" gibts so eine ganz "unheilige" Story über die Ordensgründerin. Welche? - Mal nachfragen!

    

Sieger des Eufrasia-Quiz und damit Gewinner von 50,-€ für die Klassenkasse wurde das BVJ Gartenbau/Bäckereifach - also nicht nur Garten-Profis!! Schülerinnen interviewen bei der anschließenden Meditation und kommen aus dem Staunen nicht mehr raus, was manche wissen und manche auch nicht.

   

"Eine Tasse gezuckerte Milch ist besser, als gut gemeinte Worte!", ein Zitat von M.Eufrasia. Bei ihrem Fest gabs allerdings Würstel vom Grill und Süßes in Form von Schokoriegel und Torte. Auch besser als "gut gemeinte Worte".