Aktuelles 2008

Silvesterkonzert auf Schloss Zinneberg

Thomas Pfeifer arrangierte zum ersten Mal ein festliches Konzert auf Schloss Zinneberg, um das Jahr "klassisch" ausklingen zu lassen. U.a. standen Werke für Orgel, Querflöte und Klarinette von Händel, Gounod, Mozart, Grieg  auf dem Programm. Ulrike Klages-Rauscher, Michael Nowottny boten zusammen mit Thomas Pfeifer an der Orgel einen Einblick in ihr virtuoses musikalisches Können. Der lang anhaltende Applaus der Gäste war hörbares Zeichen der großen Begeisterung.  Das Benefizkonzert fand zugunsten einer neuen Zinneberger Orgel statt, für die sich Pfeifer mit weiteren Veranstaltungen im Laufe des nächsten Jahres stark machen möchte. Das Konzert setzte in Zinneberg einen wunderbar stilvollen Abschluss und verwies schon auf das neue Jahr, das neben den Alltagstönen sicher auch nicht auf Festtagsmelodien zu verzichten braucht.

Thomas Pfeifer, Ulrike Klages-Rauscher und Michael Nowottny - Musik der Extraklasse!


 

"Adventlicher Rundlauf im Historischen Jagdsaal!"

Bewegung war angesagt bei der diesjährigen vorweihnachtlichen Feier der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Über 90 Personen füllten den Historischen Jagdsaal. Neben einer Bilder-Präsentation zum Thema "Das Jahr 2008 auf Schloss Zinneberg" im Vestibül des Schlosses, weihnachtlichen Liedern, vorgetragen vom Zinneberger Lehrerchor und einem modernen Lesespiel, war ein Highligt auch in diesem Jahr, dass die Zinneberger Azubis Ihre Service- und Kochkünste präsentieren konnten. Das Zinneberger Ausbildungsteam, Brigitte Pfatrisch, Susanne Wallner, Susi Würz, Renate Beck und Bernhard Hinterseher, stellten auch in diesem Jahr die Lehrlinge vor die Herausforderung, in Eigenregie die Weihnachtsfeier vorzubereiten und zu "bekochen". Das Ergebnis konnte sich sehen und schmecken lassen. Der Jagdsaal war stilvoll geschmückt und ein großes Buffet mit kalten und warmen Speisen wurde kunstvoll aufgebaut. Die große Zahl der Mitarbeiter machte es nötig, für diese Feier das Verkehrssystem der "Einbahnstraße" einzuführen, um so den Andrang am Buffet zu steuern. Dieser Rundlauf brachte Bewegung in die Festivität und tat der guten Atmosphäre keinen Abbruch, im Gegenteil. Küchenmeister Bernhard Hinterseherstellte die Azubis und ihre zubereiteten Speisen vor und der Applaus der Gäste zeigte: es war eine gelungene Leistung, welche die Lehrlinge boten.

      

Letztes Hand-Anlegen bevor die Feier beginnen kann!

Schon zur Tradition geworden ist der Ausklang der Weihnachtsfeier im ehemaligen Ökonomiehof des Schlosses. Bei  Feuer und Kerzenschein und musikalisch umrahmt durch die "Zinneberger Bläser", fand die Feier ein stimmungsvolles Ende, d.h. ein vorläufiges stimmungsvolles Ende - denn in diesem Jahr mündete die vorweihnachtliche Feier ein in einen nächtlichen Umtrunk in der "Räuberhöhle" (Zinneberger Schreinerwerkstatt). Was wenig adventlich klingt, erwies sich als ein sehr gemütliches Zusammensein von vielen Kolleginnen und Kollegen, die diesen wunderschönen Tag noch ein wenig (oder ein wenig mehr) bei Punsch und guten Gesprächen hinausziehen wollten. Ja, Räuber haben auch Verständnis für den Advent, was vom Wort her ja nicht nur so viel bedeutet wie "Ankunft" sondern auch "Abenteuer". Auch dieses vorweihnachtliche Abenteuer könnte zur Zinneberger Tradition werden!

Auch in einer "Räuberhöhle" kann der Advent Einzug halten!


 

"Advent! - Wenn auf einem Christkindlmarkt plötzlich Stille einkehrt!"

So etwas geht eigentlich nur auf einem überschaubaren, kleinen Christkindlmarkt - wo wie auf Schloss Zinneberg. Der ehemalige Ökonomiehof vor der Schlosspforte bildete den richtigen, fast märchenhaften Rahmen dafür. Frau Reischl vom Zinneberger Klosterladen hat diesen Markt auch in diesem Jahr zusammen mit einigen Kolleginnen und Kollegen und ehrenamtlich HelferInnen, allen voran Manfred Gaibinger, geplant. Klein, aber dafür um so feiner - das kann man behaupten. Die zahlreichen Besucher bestätigten es, dass es nicht auf die Quantität ankommt, sondern auf die Qualität. Eine Besucherin sagte: "Es ist so eine besondere Atmosphäre hier. Jetzt ist Advent für mich!." Es gab nicht viel an Ständen und doch war es "dicht" - anders "dicht": spürbare adventliche Atmosphäre. Mitarbeiter der Haustechnik hatten zwei Stände gezimmert, umgeben von einem Zaun. An diesen "Standln" wurde nichts weiter als selbst erzeugte Produkte des Klosterladens verkauft, Glühwein ("Gut Hirten-Trunk"), Bratäpfel /"Gut-Hirten-Schmankerl") und über dem Holzfeuer gegrillte Bratwürste ("Gut-Hirten-Speisung"). Viele Kerzen, ein großer Adventskranz, Laternen, echte adventliche Volksmusik im Hintergrund und abends ein Lagerfeuer rundeten das Ganze stimmungsvoll ab. Nachmittags sang der Chor "Undique" Lieder zur Adventszeit und beim Einbruch der Dunkelheit zeigten die Zinneberger Bläser (MitarbeiterInnen von Schloss Zinneberg: Alida Seeger, Sepp Würz, Edeltraud Albert, Simone Schwarz und Regina Kaiser), was sie können. Was aber das Besondere war an diesem Adventsmarkt: Die Besucher bildeten eine adventliche Gemeinschaft, nicht nur dass sich viele aus der Umgebung kannten, die Besucher wurden gemeisam still. Das mag komisch klingen: aber die Darbietungen der Künstler wurden von allen mit Aufmerksamkeit, ja fast adventlicher Beschaulichkeit wahrgenommen, es kehrte Stille ein! Fast könnte man sagen: ein gemeinsames Hinhören auf das, was wir erwarten : Weihnachten.

Diese besinnliche Atmosphäre ging  über in das festliche Adventskonzert, in der nahezu überfüllten Zinneberger Klosterkirche- wieder beeindruckend arrangiert von Rita König, Schulleiterin von Zinneberg. Der Evangelische Kirchenchor Grafing interpretierte zusammen mit den Solistinnen Renate Glaser, Christina Stocker und Rita König das Gloria und das Magnificat von Antonio Vivaldi. Eingeleitet durch Texte zum Thema von Sr. Christophora Eckl. Die Gruppe i flauti dolci und eine Streichergruppe ließen den himmlischen Lobpreis leiser Ertönen, aber gleichfalls meisterlich.

Zinneberger Advent - ein himmlischer Geheimtip!

      

 

"Wieso die Ordensgründerin der Schwestern vom Guten Hirten sich einen Renault kaufen würde!" oder: Leitbildschulung in Frankreich

Diese und ähnliche Fragen behandelte die 9 tägige Leitbildschulung in Angers/Frankreich, an der 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ganz Deutschland teilnahmen. Wieder sollte MitarbeiterInnen aus Einrichtungen der Schwestern vom Guten Hirten die Möglichkeit gegeben werden, im Mutterhaus , also der "Wiege" des Trägers, sich mit den 8 Zielen des Leitbildes auseinander zu setzen. 12 KollegInnen aus Zinneberg nahmen daran teil. Auf vielfältige Art und Weise - vom täglichen "Stehempfang", der in die Thematik des Tages einführte, über Kleingruppenarbeit, Einzelarbeit, kreative Aktionen, bis hin zum Höhepunkt, den Gut-Hirten-Psalm im Rahmen eines Festes konkret erfahrbar zu machen - sollte das Leitbild griffig werden. 
Ein absolutes Highligt war die Fahrt zur Atlantikinsel Noirmoutier, dem Geburtsort von M. Eufrasia Pelletier. Dieser Ort ließ auch im November Urlaubsstimmung aufkommen und das hatte auch in dieser intensiven Arbeitswoche seinen Platz. Wie überhaupt "Hochfestcharakter" in dieser gesamten Wochen unter den TeilnehmerInnen zu spüren war. Der "Gang durch das Meer", d.h. über die befestigte Straße von der Insel zum Festland, nur bei Ebbe möglich, ist immer wieder ein Erlebnis. Er zeigt eines symbolhaft auf:Leitbilder dürfen kein Inseldasein haben, sie müssen immer wieder auf das "Festland", d.h. in den Alltag übertragen werden. Das kann nur gelingen, wenn da Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind, die egal an welchem Platz sie in einer Einrichtung der Schwestern vom Guten Hirten tätig sind, sich von einem ergreifen lassen: dem Gedanken der Leidenschaftlickeit zu unserer Arbeit. Job-Mentalität, hierarchisches Denken, das einem Berufsfeld mehr Bedeutung zumisst als einem anderen, aber auch mangelnde Fachlichkeit und fehlende Bereitschaft zur Weiterentwicklung sind fehl am Platz, müssen einem "Guten Hirten/ einer Guten Hirtin" fremd sein. 

Die Ordensgründerin, Sr. M. Eufrasia Pelletier, war leidenschaftlich von der Unternehmensphilosophie überzeugt, Kindern, Jugendlichen, Frauen ihre einzigartige Würde und Einzigartigkeit bewusst zu machen. Dabei forderte sie Orientierung an der Ganzheitlichkeit des Menschen, strukturierte Vorgehensweise, Verantwortungsbereitschaft jedes/jeder Einzelnen, sich an Zeit und Situation zu orientieren und vor allem in unseren Einrichtungen eine Atmosphäre der Offenheit, Wertschätzung und Freude zu erhalten. Gerade das Prinzip der Dienstgemeinschaft war für sie leitend, so wenn sie sagt: "Egal an welchem Platz ihr arbeitet - ob ihr unterrichtet, kocht, bügelt oder betet - ihr alle arbeitet mit am Heil des Menschen!" 

Warum sie nun Renault kaufen würde? Es gibt da eine Werbung, die zu Beginn der Leitbildschulung gezeigt wurde. Drei Automarken werden "verschlüsselt" gezeigt und so auch Renault - dargestellt durch ein Liebespaar, das sich völlig verliebt um den Hals fällt und leidenschaftlich küsst, im Gegensatz zu zwei Sumo-Ringer, die beim Kampf sich den Kopf stoßen, zwei Schuhplattler, die sich beim Tanz aus Versehen verklopfen, zwei Schwedenmädchen, die sich beim Bändertanz fast umrennen. Renault scheint zu wissen, worauf es ankommt - eben auf die Leidenschaft. Maria Eufrasia Pelletier wusste es und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch!!!!

  

Zinneberger MitarbeiterInnen - Leidenschaftlichkeit inbegriffen
ob auf der Insel Noirmoutier beim Gang durch das Meer, beim "Abend der Begegnung" in der  Abtei St. Nicola auf dem Mutterhausgelände in Angers ..oder einfach so im Alltag!

 

 

81 Jahren topfit!
Schloss Zinneberg feierte ein außergewöhnliches Jubiläum!

sds 81 Jahre sind es her, dass die Schwestern vom Guten Hirten auf Schloss Zinneberg den Grundstein für das Arbeiten mit Kindern und jungen Menschen legten. Warum die Feierlichkeiten im 81sten Jahr?Zum Einen steckte Zinneberg "beim 80igsten" noch mitten in verschiedenen Bauphasen. Zum anderen: Schloss Zinneberg hat den Mut zu Außergewöhnlichen gemäß dem Motto der Ordensgründerin der Schwestern vom Guten Hirten,M. Eufrasia Pelletier, "Warum eigentlich nicht?!".Und wahrscheinlich aus diesem Grund ist Schloss Zinneberg auch noch mit 81 topfit!   



Mit 81 topfit!!! - Schloss Zinneberg stellt es unter Beweis!!!

Der 22. Oktober hatte es nochmals in sich! Höhepunkt und vorläufiger Abschluss der Feierlichkeiten zum "81igsten" waren Festgottesdienst, Festakt, Nachmittag der Offenen Tür, eine Schlossbeleuchtung "etwas anders" und das Panzerknacker-Konzert am Abend!


Den Festgotttesdienst am Morgen zelebrierte Pfarrer Schönhuber aus Glonn. Mit einer "leidenschaftlichen Predigt" wies Pastoralreferent Matthias Holzbauer darauf hin, dass zu jedem echten Einsatz die Leidenschaft dazu gehört. "Auch in einem bayerischen Biergarten übrigens schmeckt das Bier anders, wenn es dir von einer Kellnerin serviert wird, die dir neben dem Bier auch noch ein frohes Lachen dazu gibt." Als Guter Hirte "da sein" kann man/frau überall.

Foto: Musikalische Talente unter den MitarbeiterInnen

Der Festakt, der stattfand unter Teilnahme von zahlreichen Festgästen aus Glonn und Umgebung, darunter auch Staatsministerin Christa Stewens, Landrat Gottlieb Fauth, und verschiedenen VertreterInnen der Regierung von Oberbayern und der Agentur für Arbeit, war das zweite Highlight der Festakt am Morgen. "Schloss Zinneberg anno dazumal und heute" - so der Titel einer Präsentation als "Vitaminstoß zum Auftakt". Dass "die alte Dame" mit 81 auch noch mitten im Leben steht zeigte ein Tanz der Jugendlichen zusammen mit Sportlehrkraft Barbara Kostka. Breakdance, Kinderbilder der MitarbeiterInnen ("unser dynamisches Fitnessteam"), ein Sketch über ein Kinder- Jugendhilfe-Navigationssystem, die extra für das Fest gegründete Bläsergruppe der Zinneberger-Allianz-Arena-Bläser sowie ein fetziger Mitarbeiterchor rahmten die "Wellness-Rede" ein von Sr. Christophora Eckl, Leiterin der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung - sportlich passend zum Thema: "Was hält eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung topfit?" Auch die Zuschauer wurden durch eine abschließende Fitnessübung direkt in das Programm mit einbezogen, denn auch "die Fans von Schloss Zinneberg müssen in Schwung gehalten werden." Bürgermeister Martin Esterl, selbst einmal Lehrkraft und Sportlehrer auf Schloss Zinneberg, verpackte sein Grußwort und seine Fanrede übrigens in 81 Reimversen.

      

Foto: Top fit! - Egal ob Jugendliche oder MitarbeiterInnen, die im Rahmen des Festaktes für langjährige Tätigkeit auf Schloss Zinneberg von Sr. Amica Ganslmeier, Oberin und Trägervertretung, geehrt wurden.

Der Nachmittag der Offenen Türe bot nochmals ein abwechslungsreiches "Fitness-Programm". Modenschau, Tänze durch die Geschichte, "lebendige Verwaltung Schloss Zinneberg", Bäckerei life, Klettern im Socialparcours, Gespensterkeller, Quiz und und und....

Schloss Beleuchtung "einmal anders" - unter dieser Überschrift wurde schließlich das Finale dieses Tages "eingeleuchtet". Walter Hermann aus Glonn ließ Zinneberg ungewöhnlich aufstrahlen. Der Ökonomiehof leuchtete zu Klängen von Rondo Veneziano in Lila, Gelb und Blau (Foto unten).

        

Dannach, beinahe schon traditionell: Ausklang mit den "Panzerknackern". Jugendamtsleiter M. Huber und seine "übrige Bande" verstanden es wieder vortrefflich dem Publikum bis tief in die Nacht einzuheizen. Dschungelstimmung herrschte vor, denn Ausbilder und Koch auf Schloss Zinneberg, Bernhard Hinterseher und ein Trupp "Party-Narrischer" dekorierten den Saal "stilvoll verrückt". Nach all der Anspannung, die mit so einem Fest verbunden ist, waren jetzt wirklich nur mehr Ausgelassenheit und Tanzwütigkeit als "Doping-Mittel" gefragt....und diese Art von Doping ist 100%ig erlaubt.

       

Eine super Sache war's unser Jubiläum!!!! Schloss Zinneberg und seine MitarbeiterInnen stellten es zusammen mit den Kindern und Jugendlichen unter Beweis: "Mit 81 topfit!!!!"

Und irgendwann kehrte dann auch an diesem 22. Oktober Ruhe ein!

 

Spaziergang durch Schloss Zinneberg

"Wir waren neugierig, was das ist, deshalb sind wir gekommen!", so eine Teinehmerin. Gunda Winkler und Sr. Christophora waren es auch, die diese kleine Wanderung zu einigen Besonderheiten begleiteten. Fünf Orte von Schloss Zinneberg haben sie ausgesucht und jeweils mit einigen meditativen Gedanken umrahmt: das gepflanzte Ordenszeichen der Schwestern vom Guten Hirten, das Labyrinth im Klostergarten, den Brunnen, die südliche Schlossfassade, die Gut-Hirten-Kapelle im Schlosspark...und das Dach von Schloss Zinneberg. Das war im wahrsten Sinne des Wortes ein Höhepunkt. Zusammen mit Sepp Würz, Hausmeister auf Schloss Zinneberg, hatten die 22 TeilnehmerInnen die Möglichkeit, die höchste Stelle von Schloss Zinneberg zu erklimmen. Das hat man nicht alle Tage. Über 4 Stockwerke, durch zwei Speicher, musste das Dach erstiegen werden. Meditativer Gedanke dazu: Sich selbst hin und wieder auf's Dach steigen und neue Perspektiven erfahren - den Kopf frei kriegen von abgestellten, vermoderten, Bettgestellen, Schränken, sonstigem symblischen Unrat, der den Kopf, den "Speicher", verstellt, dicht macht.
Beim abschließenden Dämmerschoppen im ehemaligen Ökonomiehof des Schlosses, wussten schließlich alle, was es mit einem meditativen Spaziergang auf sich hat: einen Weg gemeinsam gehen, aufmerksam werden auf einige Kostbarkeiten auf dem Weg, sich anrühren lassen von dem ein oder anderen spirituellen Impuls..und diese Erfahrungen mitnehmen in den Alltag. 





Tag des Ehrenamtes unter dem Motto "Engel sein"

45 Männer und Frauen nahmen an der Veranstaltung für ehrenamtliche Mitarbeit am 2. Oktober auf Schloss Zinneberg teil. Eingeladen waren alle, die sich als MitarbeiterIn immer wieder im Laufe des Jahres engagieren oder "von außen" gerne für verschiedene Aufgaben bereit stehen. Ein Anliegen war an diesem Nachmittag, den TeilnehmerInnen zu danken für ihren selbstverständlichen Einsatz, der eben nicht "so selbstverständlich" gewertet werden soll. Sich ehrenamtlich engagieren bedeutet"Dienst am Mitmenschen, ist bürgerschaftliches Engagement, ist der Blick zum anderen hin...ist Engel sein." Diese Gedanken waren auf der Urkunde verzeichnet, die jeder Teilnehmer als Dank für die verschiedenen Formen der Hilfe erhielt. Diese Hilfe reicht vom Einsatz beim Zinneberger Frühjahrssingen oder beim Arco Markt bis hin zu Arztfahren mit Jugendlichen, Bastelstunden, Nachhilfe oder Mithilfe im Zinneberger Klosterladen, als Nikolaus auftreten usw. Die Bemerkung einer Teilnehmerin "Ich mach doch eigentlich nicht viel", hat keine Bedeutung, denn jede Hilfe zählt...und viele Hilfe, egal ob große oder kleinere Aktionen bilden ein buntes Mosaik der Solidarität. Die jüngste Teilnehmerin war 8 Monate alt, passend als "Unschulds-Engel" gekleidet. Zusammen mit ihrer Mama und ihrem Papa hilft die kleine Lea hin und wieder im Zinneberger Klosterladen mit. 
Zum Auftakt für diesen Nachmittag  trafen sich alle zu einer Meditation am Labyrinth im Zinneberger Klostergarten und zu einer kurzen Vorstellrunde. Sogar ein gemeinsamer "Engel-Tanz" wurde gewagt. Das anschließende Ziehen eines persönlichen Engels und das  Kaffee-Trinken im Historischen Jagdsaal von Schloss Zinneberg rundete diesen schönen Nachmittag ab. Übrigens: auch dieser Nachmittag wurde ehrenamtlich von verschiedenen Zinneberger Kolleginnen vorbereitet. Ein herzliches Danke Simone Schwarz, Barbara Kostka, Gunda Winkler, Gabi Fercher,  Sr. Amica und Sr. Christophora. Dank auch allen Kuchen- und Brotzeitspendern. Damit war vor allem auch eines erreicht, nämlich dass sich das Zinneberger Küchen- und Hauswirtschaftsteam einmal komplett selbst bedienen lassen konnte - ansonsten sind sie bei allen Veranstaltungen selbst immer voll im Einsatz.

Aktuell

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Auch schon mit 78 und auch noch mit 91 topfit!

Das Motto des Jubiläums lässt sich nach unten und nach oben verschieben. Im Rahmen der Feierlichkeiten des Zinneberger Jubiläumsbewiesen zwei Seniorinnen "Ihr Topfit-Sein". Die eine Jüngere von beiden stand ihre Frau im Socialparcours von Schloss Zinneberg. Ingeborg Stumpp, langjährige Mitarbeiterin auf Schloss Zinneberg und noch immer täglich im ehrenamtlichen Einsatz im Zinneberger Klosterladen, nahm an einem Aktionstag der MitarbeiterInnen im Socialparcours teil. Was sich nur wenige trauten - sie schaffte es: einen 8m hohen Baum hoch zu kraxeln...und sich dann einfach fallen zu lassen. Einzige Sorge "Wer hält mir meine Brille?". Die etwas ältere Seniorin ist Sr. Michaela Brand, die  mit 91 noch topfit ist. Das Beachvolleyball-Turnier am 24. September beobachtete sie nur vom Garten aus, das sollte genügen; denn jeden Tag hat sie sportliche Betätigung genug. Zusammen mit den beiden Zinneberger Gärtnern, Ulla Linder und Richard Staudinger versorgt sie jeden Tag den Zinneberger Klostergarten, um  dort alles "topfit" zu halten. (Das Foto von Sr. Michaela wurde am 24. September beim Beachvolleyball-Turnier" "nebenbei geschossen" von Fotograf Stefan Rossmann und uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt)


Würstel aus dem Weltall oder lieber vom Grill?!

Fast hätte man meinen Können ein UFO sei anlässlich der Einweihung des neuen Pausen- und Aktonshofes der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung am 23. Sept. gelandet. Kurt Altmann, Jugensozialarbeiter an der Zinneberger Schule, schenkte der Schule dieses wundersame Teil, das es in sich hat und fortan bei verschiedenen Gelegenheiten eingesetzt werden soll - zum Würstel warm machen, zum Tee kochen, zum Bestaunen der physikalischen Wunder usw....Nur die Sonne muss mitspielen!  
Der neue Pausen- und Aktionshof ermöglicht den Kindern und Jugendlichen, aktiv und sinnvoll die Freizeit zu gestalten mit den Möglichkeiten zu Volleyball, Badminton, Tischtennis, Schaukeln. Auch das Entspannen kommt nicht zu kurz beim Wasserstein oder am Grill, der in diesem Gelände fest installiert ist und zu besonderen Anlässen zum Einsatz kommt. Der neue Pausen- und Aktionshof ist "im Zentrum" von Zinneberg angelegt, so dass er nicht nur für die Schulpause am Vormittag, sondern auch dannach von allen Jugendhilfebereichen genutzt werden kann.

 


 

Neue Kinderkrippe "Guter Hirte" feierlich eingeweiht!

Am 18. September fand die Einweihung der neuen Zinneberger Kinderkrippe statt.  Viele Zinneberger Kolleginnen und Kollegen, zahlreiche Eltern und Interessierte nahmen an der Einweihungsfeier im Garten der Kinderkrippe teil. Pfarrer Schönhubersegnete das Haus und die Räume der Sonnenstrahl- und Sternfunkengruppen, ein Apfelbäumchen wurde als Symbol für das Leben und die Freude mit weißen Bändern geschmückt und dann gepflanzt. Herzliche Glück- und Segenswünsche wurden den kleinen Sternfunken und Sonnenstrahlen, ihren Eltern und dem Betreuer-Team zugesprochen von Sr. Amica, Oberin und Trägervertretung des Hauses Zinneberg, Bürgermeisterl Martin Esterl und stellvertretend für die Eltern durch eine Mutter eines kleinen "Sonnenstrahls". Sr. Christophora, Leiterin der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung, sagte in ihrer Begrüßung: "Die Fensterläden des hauses verweisen auf das 'bunte Leben" in diesem Haus. Es ist jedoch alles andere als eine "Villa Kunterbunt". Es steckt die menschenfreundliche Idee des Guten Hirten dahinter, der durch den liebevollen, kompetenten Umgang der Betreuerinnen für die kleinen Erdenbürger erfahrbar- und sichtbar werden soll." Das "rote Band" wurde im Anschluss von der Krippenleitung, Birgit Halik, ihrer Kollegin, Maria Stemmer und dem kleinen Luis durchgeschnitten zum Zeichen "jetzt kann es richtig losgehen".  Zuvor sprühten allerdings noch die Sternfunken und die Sonnenstrahlen. Sr. Amica verteilte Sternwerfer an alle Gäste, dass einem warm ums Herz wurde...bei immerhin Temperaturen, die der Null-Grad-Grenze entgegen gingen. Das wundervoll gestaltete Buffet vom Zinneberger Küchenteam und  Auszubildenden stellte sich mit Kuchen-Lokomotive und Schokoladenschiff ganz auf die neue Situation ein. Sie ist  gelungen - die neue Kinderkrippe und ihr Konzept. Das Leben wird sie weiter entwickeln, dafür sorgen schon die 24 Kinder im Alter von 0 - 3 Jahren, die dort fortan betreut werden. Ganzheitliche Förderung und enge Kooperation mit den Eltern stehen im Mittelpunkt der pädagogischen Handlungen. Mit der neuen Kinderkrippe stellt sich die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Schloss Zinneberg einem sinnvollen und notwendigem pädagogischen Auftrag in unserer heutigen Gesellschaft. Eine Kinderkrippe stellt ein Familien unterstützendes und Familien begleitendes Angebot dar. Fast zwei Jahre wurde in enger konstruktiver Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Glonn dieses Angebot entwickelt. 

Hinweis: Es sind noch einige wenige Plätze frei. Anmeldung unter 08093-9087/13 (0) od. Durchwahl 46


Ein Geschenk an die neuen kleinen Zinnberger
von den Azubis und BVJ-Schülerinnen



Da schaun's die kleinen Sternfunken- und Sonnenstrahlen 

 

DANKE!!! - oder: In Zinneberg endet das Jahr Ende Juli!

Es gibt das Kalenderjahr, das Kirchenjahr, das Lebensjahr und das Schuljahr, in Zinneberg genauer gesagt: das Jugendhilfejahr! Es endet mit dem letzten Schultag und beginnt mit dem ersten Ferientag, je nach Bereich auf Schloss Zinneberg. Am Ende eines Jugendhilfejahres, das als solches in keinem Kalender steht, ist es zu einem schönen Brauch auf Schloss Zinneberg geworden, alle Jugendlichen offiziell zu verabschieden, die eine Jugendhilfemaßnahme abschließen. Insgesamt wurden am 30. Juli 10 Jugendliche aus der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung im Rahmen einer Feier im Schlosspark verabschiedet. Überreicht wurden jedem Jugendlichen eine Urkunde und ein kleiner persönlicher Schutzengel. Einen Schlusspunkt setzen heißt auch zurück blicken auf ein ereignisreiches Jugendhilfejahr und DANKE zu sagen.



Herzlichen Glückwunsch allen Jugendlichen, die bereit waren, sich auf die "Reise zur eigenen Persönlichkeit" einzulassen und DANKE allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese Weg mit so viel Engagement begleiteten ...egal in welchem Bereich auf Schloss Zinneberg!

Einiges aus den einzelnen Bereichen auf Schloss Zinneberg, "verfeinert" mit unterschiedlichen Final-Bildern im Monat Juli (Schulfeiern, Einweihung der neuen Wohngruppe, Fußballturnier, Verabschiedung aus der Jugendhilfe):

Fangen wir an mit unserer Haupt- und Berufsschule: Ein bewegtes Jahr ist zu Ende gegangen mit dem 1. August. Der Alltag mit seinem festen Stundenplan war wieder kein starres Korsett, sondern bot den 115 Schülerinnen und Schülern neben Wissens- und Kompetenzvermittlung ein breites Feld, die Persönlichkeit zu bilden, eigene Stärken zu entdecken und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Mittlerweile gehört der Socialparcours zum festen Repertoir der Zinneberger Haupt- und Berufsschule. Anhand von Aufgaben, die gemeinsam an verschiedenen Niedrig- und Hochseilelementen durchgeführt werden müssen, sollen Teamfähigkeit, Konfliktbewältigung, Kooperationsbereitschaft gestärkt werden. Diese Trainingseinheiten durchliefen alle Haupt- und Berufschüler. Das gleiche gilt für Aktions- und Projekttage zur Suchtprävention. Das Coolnesstraining für Jungen und die Mädchengruppe, in deren Rahmen zu bestimmten Themen wöchentlich gearbeitet wird (z.B. wie gehe ich mit Aggressionen um, wie kann ich selbstsicherer werden usw.), Einkehrtage und Lernwoche unserer Lehrlinge, Streitschlichterprogramm, Chorprojekte, Förderunterricht waren Teile im Zinneberger Schulalltag. Als ein Volltreffer für Jugendliche auf dem Weg zur Berufssfindung erwies sich das neue BVJ Bäckereifach, Gartenbau. Die Zinneberger Bäckerei wurde im Zuge dessen wieder ins Leben gerufen, Gartenbauprojekte im Gelände durchgeführt und ein Pausenverkauf neu installiert. Ab kommenden Schuljahr wird dieser im neuen Pausenverkaufsraum der Berufsschule stattfinden. Einmalig ist die neue Berufsschule geworden, die mit vergangenem Schuljahr in Bertrieb genommen wurde. Wer kann schon in der ehemaligen Brauerei der Kurfürstin Leopoldine unterrichtet werden!? Ein Blickfang ist besonders der neue Wintergarten geworden. Er dient für Klassen- und Gruppengespräche und das schöne Ambiente gibt einen stilvollen Rahmen vor. Das Schuljahr verabschiedete sich noch mit einer gelungenen Überraschung: Schloss Zinneberg wird im neuen Schuljahr einenJugendsozialarbeiter als sein "eigen" nennen dürfen. Die Regierung von Oberbayern hat die Genehmigung für unsere Haupt- und Berufsschule erteilt und damit kann neben dem Bildungsanspruch nochmals verstärkt ein Augenmerk auf den sozialen Bereich gelegt werden. Vor der Zielgeraden, d.h. zum Ende des Schuljahres erhielt unsere bisherige Ganztagesbetreuung für externe HauptschülerInnen auch noch den Status einer so genannten Offenen Ganztagesschule. Schule wird hier nicht "einfach fortgeführt", sondern der Nachmittag wird inhaltlich sinnvoll gestaltet und in eine gute Struktur "verpackt". Neben gemeinsamen Mittagessen, das regelmäßig auch selbst von den Kindern unter Anleitung zubereitet werden soll und intensiver Schulunterstützung wird Wert gelegt auf außerschulischen Bildungsangeboten in unterschiedlichen Bereichen.

In diesem Rahmen kann bei weitem nicht alles an Aktionen das Schuljahr hindurch aufgezählt werden - aber eines steht fest: die Zinneberger Schule ist mehr als Schule oder vielmehr das, was Schule sein soll - eine Erfahrung von Leben, das den Menschen als Ganzes sieht und als Ganzes fordert. Doch was wäre eine Schule ohne ihre Lehrkräfte. Und auch hier lässt sich behaupten: das Zinneberger Lehrerkollegium ist mehr als ein Lehrerkollegium oder es ist vielmehr das, was ein Kollegium sein soll - ein Arbeitsteam, das sich nicht hinter einem Stundenplan "versteckt", sondern den einzelnen Schüler sieht, ihn individuell fördert, sagenhaft engagiert und kreativ ist, wo jeder einzelne viel Verständnis und noch mehr Geduld hat und sich getragen weiß von Kollegen, die sich Mut machen, engagieren, Ideen austauschen und entwickeln, vor denen man auch "laut denken" und Mensch sein darf. DANKE!!!!!









Stationärer Bereich:

Das Heilpädagogische Heim hat durchgängig geöffnet, 24 Stunden an 365 Tagen. Ferien gibt es in diesem Sinne nicht bei Wohngruppen, auch wenn es unterschiedliche Freizeit- und Ferienaktionen auch wieder im vergangenen Jahr gab und gleich auch wieder mit Beginn der Sommerferien gibt. Langweilig wird es den Kolleginnen in den Gruppen nie. Dafür sorgen die über 30 Mädchen und junge Frauen, die zu fast zu jeder Tagzeit (auch mitunter Nachtzeit) mit ihren Problemen, Anliegen, Sorgen, Nöten, Freuden, größeren und kleineren Weh-Wehchen zu den Betreuerinnen kommen können. Wenn es all das mal gerade nicht gibt, dann heißt es Gruppenkonferenzen planen, Wochenpläne erarbeiten, Erziehungspläne entwerfen, Elternbesuche machen, unzählige Telefonte führen, mit Ämtern und Behörden, Termine vereinbaren, unterstützen, Großputz machen, Dokumentieren, an Konferenzen und Arbeitskreisen teilnehmen, Aufnahmegespärche führen usw. usw. Auch für diesen Bereich gilt: auch wenn eine gesamte Homepage mit Ereignissen aus dem Heim zusammen gestellt werden sollte, die könnte den Alltag letztlich nicht einfangen. Über das vergangene Jahr können sich die Kolleginnen den Werbeslogan eines Elektrounternehmens über ihre Arbeit schreiben: Wir leiten ein kleines, dynamisches Familienunternehmen! Und es darf ergänzt werden: Mit der besondren Prädikats-Marke Standhaftigkeit, Geduld, Kreativität, Mut, Humor und unendlich viel Hoffnung in das Leben. DANKE!!!









Beruflicher und vorberuflicher Bereich:

Mit einem leichten Schlag auf den Rücken als Symbol der Freisprechung nach der Lehrzeit und einer herzlichen Umarmung von den Ausbildern, wurden im Rahmen der allgemeinen Jugendhilfeverabschiedung zwei Lehrlinge als Gesellinnen in die Arbeitswelt entlassen und das bereits mit Arbeitsvertrag in der Tasche für den künftigen Einsatzort. Das neue Ausbildungsteam auf Schloss Zinneberg legt trotz individueller Begleitung jedes einzelnen Lehrlings und jedes Praktikanten aus den anderen beruflichen Bereichen großen Wert auf realistische Arbeitsbedingungen. Neu wurde im vergangenen Jahr eingeführt, dass Lehrlinge im Rahmen ihrer Ausbildung Zertifikate in einzelnen Schwerpunkten erwerben können, wenn sie sich einer besonderen praktischen und theoretischen Prüfung unterziehen (z.B. Anrichten von Kalten Platten, Zubereiten von Soßen etc.). Weitere Zusatzzertifikate können durch den regelmäßigen Einsatz im Gästebereich von Schloss Zinneberg erworben werden. Am Ende des Lehrjahres wurden Probe-Prüfungen durchgeführt und nach strengen Kriterien bewertet, um dem Lehrling seinen Leistungsstand zu spiegeln. Besonders erfreulich war auch im vergangenen Jahr wieder die Durchführung des Leonardo-Programmes der Europäischen Union. Insgesamt 6 Lehrlinge nahmen an dreiwöchigen praktischen Einsätzen in Salzburg, Rom und Angers/Frankreich teil. Über den Einsatz wurde einEuropapass verliehen. Zwei Lehrlinge hatten die Ehre, diesen von Kultusminister Schneider im Rahmen einer EU-Feier in Nürnberg im April dieses Jahres verliehen zu bekommen. Unsere Ausbilder und pädagogischen Fachdienste in diesen Bereichen können sich auch in diesem Jugendhilfejahr wieder selbst "frei sprechen" für ihren Sach- und Fachverstand, den sie gewürzt mit Geduld, abgeschmeckt mit Humor und verfeinert mit sehr viel Einfühlungsvermögen in die Situation unserer Jugendlichen an die junge Frau/ an den jungen Mann bringen konnten.DANKE!!!









Ambulanter Bereich:

Die Flexiblen Hilfen, die Soziale Gruppe am Förderzentrum in Poing und die Jugendsozialarbeit an Schulen im Sonderpädagogischen Förderzentrum Poing konnten insgesamt bis zu 100 Kindern und Jugendlichen Hilfe anbieten im letzten Jugendhilfejahr. Elterngespräche, Elterntrainings, Einzelgespräche, Krisenintervention, Perspektiven überlegen, Spielen, Lernunterstützung, Lehrergespräche Feiern usw. und so fort. "Ambulant" klingt leicht nach "im Vorbeigehen", jedoch erwiesen sich diese Hilfsangebote für die jungen Menschen wie immer als in die Tiefe gehend, fördernd, Weg weisend und stärkend, dem Leben neue, sinnvolle Seiten abzugewinnen. Flexibel mussten sie sein unsere Kolleginnen und Kollegen und sich schnell und dennoch mit großer Umsicht auf immer neue Situationen einstellen. Ein Fitness der außergewöhnlichen Art, das hier wieder souverän geleistet wurde. DANKE!!!









Teilstationärer Bereich

Die Heilpädagogische Tagesstätte tauchte im wahrsten Sinne des Wortes im vergangenen Jahr ab. Ein gesponserter Tauchkurs von den Chiemsee-Divers machte es möglich, die eigenen Möglichkeiten auf außergewöhnliche Weise kennen zu lernen. Die scheinbar spielerische Freizeitaktivität war wie viele andere freizeitpädagogische Maßnahmen in der HPT ein Lernort, sich als Persönlichkeit mit Stärken und Grenzen wahrzunehmen, mit anderen in Austausch zu kommen, Verantwortung und Zuverlässigkeit zu erproben. Der Ablauf der Tagesstätte konzentrierte sich wie immer darauf, den Kindern und Jugendlichen klare Orientierung durch sinnvolle Strukturierung des Alltags vorzugeben, kombiniert mit therapeutischen Angeboten und intensiver Eltern- und Umfeldarbeit. Klare Sache! - denn es geht um Menschen, die in ihr Leben viel Klarheit bringen sollen. Die Kolleginnen und Kollegen bringen diese Klarheit über und boten damit auch wieder Orientierungswerte, an denen junge Menschen wachsen können.DANKE!!!










Unterstützende Bereiche

Der Name sagt es: sie unterstützen und ohne sie wäre pädagogisches Arbeiten nicht möglich. Unsere Verwaltung, unsere Haustechnik, unsere Großküche, der Garten, unsere Hauswirtschaft - sie alle trugen auch im vergangenen Jahr durch ihrer Hände Arbeit, durch ihre "Kopf-Arbeit", durch ihre Bereitschaft, ihren ganzen Einsatz dazu bei, dass Zinneberg "läuft".
Was würde ein Konzept für eine neue Maßnahme bringen, wenn es nicht KollegInnen gäbe, die die richtigen Anträge stellen, sich um Spenden bemühen, Ämter von der Maßnahme überzeugen, Baupläne abstimmen, Zimmer einrichten, "Schlepp-Arbeiten" bereitwillig übernehmen, wenn es an das Einrichten geht, putzen, für gute, ausgewogenes Essen sorgen, für schönes Ambiente sorgen, Zimmer einräumen usw. Diese Bereiche halten ganz Zinneberg zusammen. Und Zusammenhalten ist bei uns auf
Schloss Zinneberg generell gefragt. DANKE!!!










Klosterladen, Kultur- und Gästebereich

So ganz anders wie die Kinder- und Jugendhilfe sind diese Bereiche...scheinbar; denn sie laufen unter dem Motto: "Gutes kaufen, Gutes tun!" Klosterladen und Kultur- und Gästebereich haben keinen Selbstzweck, sondern dienen unserer sozialen Arbeit. Die vielen zufriedenen Kunden in unserem Klosterladen, die Präsenz des Ladens auf dem Grünwalder Bauernmarkt und bei Veranstaltungen der Herrmannsdorfer Landwerkstätten, die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen im letzten Jahr angefangen von verschiedenen Benefizkonzerten, dem Zinneberger Adventsmarkt, dem Osterbrunnen im Schlosspark, bis hin zum Graf Arco Markt zeigen nicht nur die Vielfältigkeit von Schloss Zinneberg, sondern auch den Ideenreichtum der Kolleginnen und Kollegen, Schloss Zinneberg "in die Öffentlichkeit" zu tragen und auf diese Art und Weise auf unser soziales Engagement hinzuweisen. Diese Bereiche waren übrigens wieder wertvolle Praktikumsmöglichkeiten für unsere Jugendlichen. Diese KollegInnen haben alle das Herz auf dem richtigen Fleck, sind Sozial-Arbeiter auf andere Art und haben ihre Sache wieder großartig gemeistert. DANKE!!!....und uns allen auf Schloss Zinneberg



für das vergangene Jugendhilfejahr und viel Kraft und Segen für das Kommende!

 

Runde Sache - oder auch ein Abschluss will richtig gestaltet sein, um Wege in die Zukunft zu weisen....

...und deshalb unternahm das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) Bäckereifach/Gartenbau nach einem erfolgreichen Schuljahr eine zweitägige Abschlussfahrt nach Benediktbeuern. Klassleitung Gunda Winkler und ihre Kollegin Regina Kaiser legten in diesen Tagen neben Erholung und Gemeinschaftserlebnis einen besonderen Schwerpunkt auf die Reflektion des vergangenen Schuljahres, um das Vergangene mehr schätzen zu können und Rückschlüsse für künftige Verhaltensweisen zu ziehen. Aber auch die Freizeit kam nicht zu kurz. Eine nächtliche Fledermauswanderung stand genauso auf dem Programm, wie eine Kräuterwanderung. Schließlich war dieses BVJ im vergangenen Jahr für die Gestaltung verschiedener Gartenzonen auf Schloss Zinneberg zuständig, wie dasKräutersteinbeet, die Bepflanzung des Ökonomiehofes von Schloss Zinneberg, die Pflege des Biotops und desLabyrinths im Zinneberger Klostergarten. Auch in die Kunst des Ansetzens von Kräuterlikör wurden die Schülerinnen im vergangenen Schuljahr eingweiht. Das Prinzip der ganzheitlichen Arbeitsgestaltung steht bei dieser Form des BVJs im Vordergrund. Die SchülerInnen sollen ganzheitliche Arbeitsabläufe kennen lernen und einüben, so z.B. vom Kräuter säen bis zum Ernten und zur Verarbeitung. Das gleiche ist auch im Bereich Bäckereifach. Hier lernen die SchülerInnen kontinuierlich dieHerstellung von Semmeln, Gebäck, Kuchen und Torten und erleben auch die Vermarktung im Zinneberger Klosterladen oder im Pausenverkauf. Eine runde Sache dieses BVJs, das wie seine "Kollegin", das BVJ Pflege/ Gastro von der Arbeitsagentur gefördert wird. Und deshalb muss so ein Schuljahr auch abgerundet werden durch eine gut organisierte Klassenfahrt.


Das Schuljahr reflektieren anhand einer Wäscheleine. 
Reflektieren macht hungrig - in diesem Sinne: Auf die Plätze..
Kräuterführung im Kloster Benediktbeuern Fledermaus-Wanderung

Klasse BVJ Bäckerefach/ Gartenbau - ein Jahr gemeinsamen Arbeitens, Lernen, hin und wieder Streitens und Kämpfens - aber ein Jahr, das Wege in die Zukunft gewiesen hat!

Graf Arco Markt 2008

Graf Arco gab sich auch in diesem Jahr die Ehre und wie in den letzten Jahren mit großem Gefolge. Zum dritten mal fand dieser Markt am 1. Juli Sonntag auf Schloss Zinneberg statt. Auf Initiative von Jutta Graef, vom Kulturverein Glonn und Zinneberger Mitarbeiterin, Olga Reischl, wurde dieser Markt 2005 gestartet...und es hat den Anschein er wird zu einem alljährlichenZinneberger Highligt. Neben verschiedenen Markt- und Informationsständen, Angeboten für größere und kleinere Kinder, einem Vortrag über die Geschichte Zinnebergs, zusammen gestellt von Hans Huber, einer laufenden Präsentation im Historischen Jagdsaal "Schloss Zinneberg Heute", einer "Kulinarischen Meile", an der keiner der Besucher vorüber kam, war heuer ein sehr abwechslungsreiches musikalisches Programm geboten. Den Anfang setzen die "Blindenmusiker München", die Lieder aus ihrem neuen Album "Ich war noch niemals in New York" genial präsentierten. Jahrhunderte zurück versetzt wurden die Besucher des Arco-Marktes durch eine Musikgruppe aus Moosach, die mit mittelalterlichen Instrumenten einen besonderen Klang über Zinneberg "hauchten". Die Bergangrer Goaßlschnalzer und der Landfrauen Chor wiederum versetzten die Besucher in bayerische Stimmungslage, bis dann die Gruppe "Jazz Reminders" ein musikalisches Wechselbad zum Besten gab. Abgerundet wurde der diesjährige Graf Arco Markt durch ein "Sommerliches Konzert" mit Spirituals und weltlichen Gesängen. Der evangelische Kirchenchor Grafing unter Leitung von Rita König, die Gruppe I Flauti Dolci, Leitung Ruthild Hofmann und die Gruppe "DAS Jazz Quartett", abgerundet durch Texte von Sr. Christophora, verstanden es trefflich einen wunderschönen Tag nochmals die "besondere Note" zu geben. Allen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Freunde des Hauses ein gräfliches, vor allem aber herzliches DANKE, denn ohne diese großartige Initiative wäre solch ein Tag nicht möglich. Übrigens: Bei diesem sommerlichen Fest fehlte nichts. Graf Arco war ein perfekter Gastgeber, selbst an den lauen Sommerregen hat er gedacht nach hitzigen Temperaturen.

Nachfolgend einige Impressionen vom Graf Arco Markt 2008