Die Geschichte von Schloss Zinneberg

Die Grafen von Preysing

1235 - 1350


Hans Huber


Wenn diese Annahme richtig ist, würde das bedeuten, dass aus dem Orte „Berg" später „Zinneberg" geworden ist. Dafür gibt es eine einleuchtende Erklärung. Die erste urkundlich gesicherte Nennung eines Adelsgeschlechtes als Burgherren von Zinneberg geht auf das Jahr 1235 zurück. Hundt führt hier in seinem 2. Stammbuch einen „Friedrich von Preysing zu Zinnen" als Teilnehmer des 14. Ritterturniers in Würzburg auf. Dieser Teilnehmer kommt also noch nicht von Zinneberg, sondern von Zinnen. Das Adelsgeschlecht der Preysings hat jedoch die Zinnen in ihrem Wappen. Man könnte also daraus die These ableiten, dass sich die beiden Begriffe, der Ortsname „Berg" und der Zusatz im Adelstitel „von Zinnen" zu dem Ortsnamen „Zinnen-Berg" zusammengefügt haben, der Ort Berg also, auf dem die Herren, die die „Zinnen" in ihrem Wappen führen, residieren. Es sind ansonsten keine weiteren Hinweise dafür zu finden, dass die Grafen von Preysing bereits im 13. Jahrhundert Burgherren auf Zinneberg waren. Erst im Jahre 1332 wird in den Klosterurkunden von Ebersberg ein Preysinger zu Zinneberg im Zusammenhang mit einer Schenkung genannt. In dieser Urkunde wird der Ortsname „Zinnenberg", so war seine Schreibweise, erstmals erwähnt. Die Burg verblieb jedoch nicht allzu lange im Besitz dieses Adelsgeschlechtes. Im Jahre 1350 freit Otto von Pienzenau eine Gräfin von Preysing und wird somit Burgherr auf Zinneberg.

Das Wappen der Grafen von Preysing mit den Zinnen.














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Die Preysing

Die Pienzenauer

Die Fugger

Kurfürstin Leopoldine
und die Grafen Arco

Marktgraf Pallavicini

Barone Scanzoni
von Lichtenfels

Freiherr Adolf von
Büsing-d'Orville

Schwestern vom
guten Hirten